Archiv der Kategorie: Wirtschaftspolitik

Arabische Wirtschaftsfreiheit

Detmar Doering

Jordanien ist das Land in der arabischen Welt, indem die Bürger die größte wirtschaftliche Freiheit genießen können. Das geht aus dem neuen Index Economic Freedom of the Arab World vor, der gerade veröffentlicht wurde. Der letztjährige Spitzenreiter, das sich immer autoritärer gebährdende Bahrain, ist auf den dritten Platz zurückgefallen. Staaten wie Ägypten, Saudi Arabien und Libyen fallen ebenfalls zurück. Algerien bildet – wieder einmal! – das Schlusslicht.

Demokratie passt zu Liberalismus

Detmar Doering

Dass zwischen Demokratie (im Sinne der Anwendung des Mehrheitsprinzips) und dem Ideal des Liberalismus (mit dem Ziel möglichst großer Privatautonomie) ein Spannungsfeld besteht, ist von vielen großen liberalen Denkern früh erkannt worden. In den letzten Jahren hat dies auch Stimmen auf den Plan gerufen, die deshalb die Demokratie als Herrschaftsform generell in Frage stellen wollen. In diesem Beitrag für das HWWI legt der Freiburger Ökonom Viktor J. Vanberg dar, dass zwischen Liberalismus und Demokratie durchaus ein tiefer innerer Zusammenhang bestehe, weil in einer Gesellschaft, die auf Privatautonomie beruhe, die Mitbestimmung aller Bürger bei der Herrschaftsbegründung eine klare Notwendigkeit sei. Der Liberalismus würde durch die demokratische Einbettung dann auch letztlich gezwungen, den Beweis für seine These antreten müssen, dass er dem Wohl aller Bürger diene.

Etwas vom Mauerfall gelernt?

Detmar Doering

Die Feiern zum 25. Jahrestag des Falls der Mauer sind vorbei? Aber hat die Politik eigentlich die richtige Lehre aus dem Scheitern des Sozialismus gezogen. In Hinblick auf den gegenwärtigen Zustand der Wirtschaftspolitik ist Christian Schütte hier in Capital eher pessimistisch.

Standortbestimmung für die liberale Mittelstandspolitik

Liberales Institut

In der neuen Ausgabe 128 von Position Liberal legt Florian Rentsch, Hessischer Wirtschaftsminister A.D., eine Standortbestimmung für eine liberale Mittelstandspolitik vor und zeigt, wie eine marktwirtschaftlich ausgerichtete Wirtschaftspolitik Wohlstand und Beschäftigung in Deutschland sichern kann.

Die kleinen und mittleren Unternehmen gehören zu den Verlierern der Umverteilungspolitik der Großen Koalition. Der Mindestlohn, die kalte Progression, und die expansive Rentenpolitik gefährden das deutsche Wirtschaftsmodell, das vor allem durch den erfolgreichen Mittelstand getragen wird.

Florian Rentsch zeigt in dem Positionspapier Alternativen zu der wachstums- und beschäftigungsfeindlichen Politik der Bundesregierung auf. Dazu gehört die Abschaffung der bisherigen Beschlüsse zum Mindestlohn und des EEG, steuerliche Entlastungen, die Sicherung der Unternehmensfinanzierung durch privates Sparkapital, eine Einwanderungspolitik, die an den Erfordernissen des deutschen Arbeitsmarktes ausgerichtet ist, die Vereinfachung von Verwaltungsverfahren und die Förderung des Freihandels und der internationalen Wirtschaftsbeziehungen.

Die vollständige Fassung finden Sie im Webshop der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit.

Marokko: Europas Tor zu Afrika?

Julius Weddigen von Knapp

Kann das Königreich Marokko Europas wirtschaftliches und politisches Tor zu Afrika werden? Hierzu gibt Julius Weddigen von Knapp, Research Analyst bei der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit in Rabat, eine Analyse der Wirtschaftsstruktur und Wirtschaftspolitik Marokkos.

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Die Ursache der Krise Griechenlands

Detmar Doering

Was ist die Ursache dafür, dass Griechenland so tief in die Krise geriet. Die Antwort, die Pavlos Eleftheriadis hier in Foreign Affairs gibt, mag wie bittere Ironie klingen. Das Land, das einst die Demokratie erfand, sei seit langem in Wirklichkeit eine Oligarchie, in der wenige Familien das Sagen hätten, und das so in die Misswirtschaft getrieben worden sei.

Das Elend der Nationen

Steffen Hentrich

Steve H. Hanke hat für das Cato Institute einen globalen Elendsindex erstellt, mit dem verglichen werden kann wie sich 109 Länder relativ zueinander schlagen, wenn es darum geht die Inflationsrate zu senken, die Arbeitslosigkeit zu reduzieren und die Zinsen in Schach zu halten, gleichzeitig aber den materiellen Wohlstand zu erhöhen. Spitzenreiter ist 2013 die Schweiz (109, 4,5), wo nur wenig Elend in Form von Arbeitslosigkeit das Ergebnis trübt. Deutschland liegt mit einem ebenfalls vor allem durch Arbeitslosigkeit beeinträchtigten Indexwert von 9,1 auf Rang 98, die USA kommt wegen ihrer dürftigen Arbeitsmarktbilanz mit 15,6 gar nur auf dem 66 Platz und die elenden Schlusslichter sind Venezuela (2, 81,8) sowie Syrien (1, 147,7). In beiden Ländern lösen deftige Verbraucherpreise als Folge hoher Inflationsraten großes Elend aus.

Quelle: Cato Institute