Archiv der Kategorie: Regulierung

Zu schlecht um wahr zu sein?

Steffen Hentrich

Was haben Energiewende und Mietpreisbremse gemein? Sie sind gut gemeint und schlecht gemacht. Rainer Braun vom empirica-Institut beantwortet diese Frage in seiner Fabel Das Märchen vom König in Monismanien auf besondere Weise. Die Wirkungen der Mietpreisbremse bekommt übrigens auch unser jugendlicher Held Jonathan Gullibe während seiner abenteuerlichen Reise auf die Insel Corrumpo zu spüren. In Kapitel 13 des Buches Die Abenteuer der Jonathan Gullibe von Ken Schoolland erzählt ihm eine Inselbewohnerin wie es sich anfühlt, wenn man Mieterschutz genießt und trotzdem im Regen steht.

Wettbewerbspolitik ist Verbraucherschutz

Steffen Hentrich

In meinem gestrigen Kommentar zum Thema Amazon und Marktmacht im Internet wurde bereits der Verbraucher als Dreh- und Angelpunkt einer liberalen Wettbewerbsordnung betont. Justus Haucap, Mitglied der Monopolkommission, diagnostiziert in der gegenwärtigen Debatte um die Rolle des Online-Riesen im Buchmarkt eine Abwendung von marktwirtschaftlichen Prinzipien im Buchmarkt und dem Versuch der Buchhändler und einiger Autoren den Markt noch stärker zu kartellisieren als er es durch die Buchpreisbindung ohnehin schon ist. Sein Kommentar Wettbewerb: Amazon ist kein Monopolist im Wirtschaftsdienst liest sich zugleich als ein Appell an die Wettbewerbspolitik über die Klagen der Wettbewerber die Interessen der Verbraucher nicht aus dem Auge zu verlieren.

Wem dienen Regulierer?

Detmar Doering

Regulierung soll im Idealfall Fairness in den Wettbewerb bringen. Aber wie sieht es in der Realität aus? Regulierer haben Eigeninteressen. Ihre Regulierungen mögen manchmal eher Chancen mindern denn Fairness schaffe. manchmal, so zeigt Veronique de Rugy in diesem Beitrag für The Daily Beast, verbünden sich Regulierer manchmal mit denen, vor dem sie angeblich den Markt schützen sollen.

Wirtschaftliche Freiheit: Deutschland rutscht ab im Ranking

Steffen Hentrich

Deutschland verliert im internationalen Ranking der wirtschaftlichen Freiheit: Seine im Jahr zuvor verbesserte Position konnte es nicht halten. Das geht aus der am 6. Oktober 2014 veröffentlichten Studie Economic Freedom of the World 2014 hervor, die sich auf Daten des Jahres 2012 stützt. Sie fasst die Ergebnisse der Bewertung der wirtschaftlichen Freiheit von 152 Ländern weltweit in einem Index zusammen. Dessen wichtigste Eckpunkte sind individuelle Handlungsfreiheit, freiwillige Austauschbeziehungen, freier Wettbewerb und die Sicherheit privater Eigentumsrechte.

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Ridesharing: Unfaire Konkurrenz?

Detmar Doering

Ridesharing ist auf dem Vormarsch. Die traditionellen Taxiunternehmen sind dadurch neuer und preisgünstiger Konkurrenz. Sie verweisen darauf, dass sie strikten Regulierungen unterworfen sind, die für die neuen Unternehmungen nicht gelten. Deshalb werden immer Rufe nach Verbot des Ridesharings laut. Warum, so fragt sich Adam Thierer (Mercatus Center) schafft man nicht stattdessen Chancengleichheit durch Deregulierung?

Weihnachtsgebäck – was sagt man dazu?

Detmar Doering

Eine Umfrage  hat kürzlich eine recht massive Mehrheit dafür ergeben, dass der frühzeitige Verkauf von Weihnachtsgebäck vom Staat verboten werden sollte. Da ist man baff. Irgendwie weiß man nicht, wie man so etwas noch kommentieren soll (eigentlich hieße das, in den Worten von Samuel Johnson, “to waste criticism upon unresisting imbecility”). Gottlob hat sich Andreas Müller bei Novo dennoch die Mühe gemacht – und zwar hier.

Fahrerloses Auto, riskante Regulierung

Detmar Doering

FahrerlosesAuto

Das “fahrerlose Auto”, dass sich autonom per Computer und via Satellit steuert, steht kurz vor der Realisierung, wozu die modernen Informationstechnologien wesentlich beigetragen haben. Neue Erfindungen erwecken wohl fast immer Ängste. Und so wird es auch hier Widerstand geben, der sich in strikter präventiver Regulierung niederschlagen wird. Agesichts der hohen Sicherheitsvorteile, die man sich von dieser neuen Technologie versprechen muss (menschliches, nicht technisches Versagen ist die Hauptursache tödlicher Unfälle!), sei dies der falsche Weg, schreiben Adam Thierer und Ryan Hagemann vom Mercatus Center in dieser Studie.