Archiv der Kategorie: Reformpolitik

Subventionsabbau: Vier Vorschläge

Detmar Doering

Die große Koalition gibt munter Geld aus und macht Zukunftsversprechen, die schon mittelfristig kaum einzulösen sind. Irgendwann ist die Party vorbei und wird die Fragen lauten: Wo sparen? Da kommt einem der Subventionsabbau in den Sinn. Der Konstanzer Ökonom hat in der Ökonomenstimme vier Kürzungsvorschläge gemacht. Allesamt sind Subventionen, die nicht nur teuer, sondern in ihrer Wirkung auch schädlich sind. Aber, so fragt er, wird die Koalition den Mut dazu aufbringen?

Noch ist der Euro nicht gerettet

Detmar Doering

Die Euro-Krise sei noch nicht wirklich vorbei, schreibt Nicolaus Heinen von der Deutschen Bank in diesem Beitrag für Novo, die Euro-Rettung müsse erst noch geschehen. Die Politik reagiere auf diese Herausforderung zurzeit mit einer Mischung von Realitätsverweigerung und Zaghaftigkeit. Die Lasten hätten Steuerzahler und Sparer zu zahlen. Das nötige Wachstum lasse sich so nicht generieren. Euro brauche einen neuen Reformschub und strukturelle Änderungen.

Strukturelle Reformen müssen her

Deetmar Doering

Von Deutschland erwartet die Welt, dass es die finanziellen Zügel lockern solle, um die Wirtschaft im Lande und in Europa anzukurbeln. Das sein wenig hilfreich, meint der slowakische Ökonom   in diesem Beitrag für CNSNews. Besser wäre es, die eigentlichen strukturellen Wachstumsbremsen zu eliminieren, als da wären beispielsweise ein leistungsfeindliches Steuersystem und ein rigider werdender Arbeitsmarkt.g

Wirtschaftliche Freiheit: Deutschland rutscht ab im Ranking

Steffen Hentrich

Deutschland verliert im internationalen Ranking der wirtschaftlichen Freiheit: Seine im Jahr zuvor verbesserte Position konnte es nicht halten. Das geht aus der am 6. Oktober 2014 veröffentlichten Studie Economic Freedom of the World 2014 hervor, die sich auf Daten des Jahres 2012 stützt. Sie fasst die Ergebnisse der Bewertung der wirtschaftlichen Freiheit von 152 Ländern weltweit in einem Index zusammen. Dessen wichtigste Eckpunkte sind individuelle Handlungsfreiheit, freiwillige Austauschbeziehungen, freier Wettbewerb und die Sicherheit privater Eigentumsrechte.

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Endlich Eignungsprüfungen für Lehrerstudierende

Peter Altmiks

Nachdem schon der Stifterverband kürzlich feststellte, dass im Bereich der Lehrerbildung der drängendste Handlungsbedarf bestehe, fordert nun endlich eine politische Partei Eignungsprüfungen. Weiterlesen

Ebola in dem „Land Afrika“

Inge Herbert

Die Ebola-Seuche in Westafrika bringt nicht nur immenses menschliches Leid, sondern droht die Wirtschaft der betroffenen Länder sowie das Image des Kontinents Afrika langfristig negativ zu beeinflussen. Es ist jetzt wichtig, den Kontinent in seiner Vielfalt und Unterschiedlichkeit zu begreifen und nicht in althergebrachte Klischees zu verfallen.

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Das Schwedische Reformmodell – Warum Austeritäts-Politik zu Wohlstand führt

Mark Hokamp

Kurz vor den Reichstagswahlen am jetzigen Sonntag wendet sich der Blick gen Schweden. Schweden galt und gilt gemeinhin als ein Land der Sozialdemokratie, des Wohlfahrtstaates einer hohen Staatsquote und entsprechender steuerlicher Belastung. Gern wird dieses Modell auch als Vorbild für Deutschland von all denjenigen betrachtet, die mehr Staat fordern. Zwar hat Schweden noch heute eine hohe Staatsquote von fast 50%. Der wirtschaftliche Erfolg Schwedens ist aber auf die Reformen der letzten 20 Jahre zurückzuführen.
Wenn ein ausgeglichener Haushalt und Schuldenabbau einhergeht mit Strukturreformen und Privatisierungen, dann kommt ein Land von wirtschaftlicher Stärke heraus, wie Schweden es heute ist. Nachdem sich der schwedische Wohlfahrtsstaat nach Jahrzehnten sozialdemokratischer Vorherrschaft überdehnt hat und Schweden es zu Beginn der 1990er Jahre mit einer Finanzkrise aufgrund zu großer Kreditvergabe zu tun bekam, begann die schwedische Regierung ihr Defizit unabhängig vom Konjunkturzyklus abzubauen. Dies tat sie durch Privatisierungen und Einschnitte im Sozialstaatsbereich, wie auch durch Kürzungen in der Verwaltung. Gleichzeitig wurden auch die überbordenden Steuern gesenkt, welche 80% in der höchsten Steuerklasse betrugen.
Durch die Spielräume, die geschaffen wurden haben sich die Pro-Kopf-Einkommen seit 1994 mehr als verdoppelt.

Schweden hat nun einen Schuldenstand von unter 40% des BIP, soviel wie seit Jahrzehnten nicht mehr.