Archiv der Kategorie: Rechtsstaat/Menschenrechte

Fokus Menschenrechte: Pakistan – Ein Leben ohne Blumen und Cafés

Olaf Kellerhoff

Der interne Identitätskampf seit Pakistans Staatsgründung wird auf dem Rücken religiöser Minderheiten ausgetragen. Der Zwang, islamistischer zu sein als konkurrierende Islamisten, und auf Seiten von Extremisten, extremistischer zu sein als konkurrierende Extremisten, führt zu einer Abwärtsspirale und einer dramatischen Verschlechterung der Lage von Nicht-Sunniten. Hauptziel sind die Schiiten Pakistans, die ca. 15–20% der Bevölkerung ausmachen. Ein Ende des Trends ist nicht abzusehen. Der Westen hat in den 1980ern im Kampf um Afghanistan ebenfalls zur Jihadisierung von Sunniten durch Ausbildung, Geld und Propagandaunterstützung beigetragen und kann sich nun nicht aus der Verantwortung stehlen.

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Keine echter “Arabischer Frühling” ohne Wirtschaftsfreiheit

Detmar Doering

Der “Arabische Frühling” mag seinen Ausgang, aber auch sein Scheitern ökonomischen Ursachen verdankt haben. Nach dem Sturz der alten Regime gelang es nie, die Wirtschaftsstrukturen grundlegend zu verändern. Diese zeichneten sich durch hohe Ungleichheiten aus, die einem Mangel an Bürger- und Wirtschaftsfreiheiten und kleptokratischen Institutionen entsprangen, schreibt Fred MacMahon in dieser Studie des Fraser Institutes. Solange sich dies nicht ändere, bestünde keine Chance für einen Wandel zum Besseren.

Kinder als Opfer

Detmar Doering

Senegal ist ein mehrheitlch muslimisches Land, das aber ein hohes Maß an Religionsfreiheit kennt. Das gilt auch für religiöse Bildungseinrichtungen, die sich frei betätigen können. Dies kann zu Wertekonflikten zwischen liberaler Ordnung und Religionspraxis führen. Leidtragende, so berichtet Jennifer Lazuta in Africa in fact, seien oft Kinder, die in die Gewalt von Religionsschulen gerieten.

Pakistan macht ernst: Jihad gegen den Terrorismus

Olaf Kellerhoff

Nach den Anschlägen in Karachi macht Pakistan ernst: eine Bodenoffensive des Militärs soll Terroristen zur Strecke bringen und diese Woche verabschiedete das Parlament ein neues Antiterrorgesetz. Beides wird jedoch nur einen zeitlich begrenzten Erfolg bringen; dabei aber vor allem zu einem führen: Menschenrechtsverletzungen.

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Ein Gesetz, das allen half

Detmar Doering

2. Juli 1964: Präsident Lyndon B. Johnson unterzeichnet den Civil Rights Act. Hinter ihm steht Martin Luther King.

Vor 50 Jahren wurde in den USA der Civil Rights Act verabschiedet, der der Rassendiskriminierung und der Segregation im Süden des Landes ein Ende setzte. Dieses Gesetz, so schreibt John Steele Gordon vom American Enterprise Institute in diesem Beitrag, kam nicht nur den Schwarzen zu Gute, die Opfer der Diskriminierung gewesen waren. Der Süden insgesamt erlebte Dank dieses Gesetzes einen politischen und wirtschaftlichen Aufschwung.

Istanbul im Zeichen des Regenbogens

Christoph Erber

Die “Gay Pride Istanbul” setzt ein deutliches Zeichen für die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben in der Türkei. Gleichzeitig haben Homosexuelle aufgrund gängiger Vorurteile aber nach wie vor einen schweren Stand.

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Wild ist der Westen?

Detmar Doering

Die Pioniere und Siedler des amerikanischen Westen im 19. Jahrhundert stießen in weitgehend staatsfreies Gebiet vor. Trotzdem ging es fast nie regellos zu. Rechtsregeln bildeten sich häufig spontan und trotzdem effizient, wie der US-Historiker P.J. Hill in diesem Video erzählt:

Wer sich für die Freiheit des Wilden Westens interessiert, der wird auch vielleicht gerne diese Publikation der Theodor Heuss Akademie und des Liberalen Instituts lesen.