Archiv der Kategorie: Indien/Südasien

Indien vor den Parlamentswahlen

Omair Ahmad und Siegfried Herzog

Die Wähler in Indien sind enttäuscht über die Regierungsbilanz der Kongresspartei und gespalten bezüglich der Hauptoppositionspartei BJP. Die einen fürchten deren nationalistische und intolerante Züge, die anderen setzen auf die im Vergleich marktfreundlichere Wirtschaftspolitik der BJP, die das Wachstum wieder ankurbeln, Armut reduzieren und Indien voranbringen soll. Die neue AAP Partei ist ein Hoffnungsträger für viele. Aber wäre die Partei, nur 17 Monate nach ihrer Gründung, in der Lage Indien zu regieren?

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Indien: Wirtschaftsfreiheit macht den Unterschied

Detmar Doering

EcFr-IndiaIndien, das noch vor einigen Jahren neben China zu den wichtigsten wirtschaftlichen Aufsteigern gehörte, macht seit einiger Zeit eine Phase politisch-ökonomischer Stagnation durch. Dabei gibt es aber regionale Unterschiede. Indien ist ein sehr dezentral regierter Bundesstaat. Die Unterschiede in Sachen Wirtschaftspolitik sind oft sehr groß. Das zeigt auch der diesjährige Index Economic Freedom of the States of India. Der Index bestätigt die allgemeine Regel: Dort, wo mehr Wirtschaftsfreiheit vorhanden sind, nehmen auch Wachstum und Wohlstand dynamischer zu.

Schwellenländer: Giganten auf tönernen Füßen?

J. Dehnert, Dr. G. Reitmeier, B. Lamm, B. Groeblinghoff, S. Herzog, Dr. H.-G. Fleck 

Dramatische Abwertungen der lokalen Währungen gegenüber dem US-Dollar, massive Kursverluste an den Börsen und hektische Reaktionen von Zentralbanken und Regierungen wecken Erinnerungen an die Asienkrise oder den Staatsbankrott Argentiniens im Jahre 2002. Galten die Schwellenländer seit der Finanzkrise 2008 als Wachstumsmotoren und Hoffnungsträger, so macht jetzt der Begriff der „Fragile Five“ für einige dieser Länder die Runde. Werden die Schwellenländer zum Opfer des Endes der lockeren US-Geldpolitik oder sind die Probleme hausgemacht? Unsere Experten in Argentinien, Brasilien, Mexiko, Südafrika, Indien und der Türkei haben sich mit dieser Frage beschäftigt.

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ACID VIOLENCE IN PAKISTAN

F. Mohammad Khan

Acid attacks are one of the most severe forms of violence against women. Although Pakistan has passed legislation to criminalize acid attacks, a lot remains to be done by politicians, law enforcement agencies and society at large to eventually eliminate this gruesome practice, writes Mohammad Khan, Executive Director Acid Survivors Foundation.

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India: A Great Deal of Heat, But Little Light

Omair Ahmad

The Indian states of Delhi, Rajasthan, Madhya Pradesh, Chhattisgarh and Mizoram recently held their elections. With general elections for the country due in less than a year, the elections are being seen as referendum between the ruling United Progressive Alliance – with the Indian National Congress (INC) in the lead, and the Opposition coalition, the National Democratic Alliance – with the Bharatiya Janata Party (BJP) in the lead. The BJP won three of the elections, two with a two-thirds majority, there is a hung Assembly in one state, and the INC had a comfortable win in the last (and smallest) of the states. These results, which have shown an overall increase in BJP vote share, are complicated by the presence of a rising alternative, the Aam Aadmi Party (AAP), in Delhi, and offer few real clues about the elections to come.

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Economic Freedom 2013 Report veröffentlicht

Steffen Hentrich

EFW2013Deutschland holt im Vergleich zum Vorjahr auf und gehört wieder deutlich zu den wirtschaftlich freiesten Ländern Europas. Das geht aus der am 16. September 2013 veröffentlichten Studie Economic Freedom of the World hervor, die sich auf Daten des Jahres 2011 stützt. Sie fasst die Ergebnisse der Untersuchungen der wirtschaftlichen Freiheit in 142 Ländern weltweit in einem Index zusammen. Dessen wichtigste Eckpunkte sind individuelle Handlungsfreiheit, freiwillige Austauschbeziehungen, freier Wettbewerb und die Sicherheit privater Eigentumsrechte.

Auf der von 0 (geringste Freiheit) bis 10 (höchste Freiheit) reichenden Skala erreicht Deutschland 7,68 Indexpunkte; im Vorjahr waren es nur 7,52. Damit hat sich Deutschland im internationalen Ranking deutlich verbessert, vom 31. auf den 19. Platz und liegt damit nur knapp hinter den USA (7,73). Der Erfolg beruht vor allem auf einem Rückgang der staatlichen Regulierung und einer Reduzierung des Staatsanteils am Wirtschaftsgeschehen. Die hier erreichten Gewinne konnten der Stabilitätsverlust der Währung sowie die schleichende Erosion des Freihandels nicht konterkarieren.

Wolfgang Gerhardt, Vorstandsvorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit: „Deutschland hat sein enormes wirtschaftliches Potenzial 2011 zu nutzen gewusst. Es wäre wichtig nun konsequent auf eine Agenda 2020 hinzuarbeiten.“ Detmar Doering, Leiter des an der Studie beteiligten Liberalen Instituts, sekundiert: „Insgesamt stimmt in Deutschland schon die Richtung. Aber in Sachen Staatsumfang und Steuern gibt es durchaus noch Raum für mehr Reformen. Auch gehört Deutschland immer noch zu den Paradiesen für staatliche Regulierer. Der Trend zur kleinlichen ‘Verbotsrepublik’ muss eher Sorgen bereiten und dient nicht der wirtschaftlichen Entwicklung.“

Wie bereits in den vergangenen Jahren steht Hongkong an der Spitze mit 8,97 Punkten im Ranking, gefolgt von Singapur (8, 73) und Neuseeland (8,49) als stabile Tabellenführer. Tabellenletzter ist Venezuela mit 3,93 Indexpunkten. Zur Gruppe mit den größten Defiziten der wirtschaftlichen Freiheit gehören nach wie vor die meisten Länder des afrikanischen Kontinents.

Durchgeführt wird diese Studie auch in diesem Jahr im Auftrag des Economic Freedom Network, einem Verbund von Forschungsinstituten aus 52 Ländern. Auf deutscher Seite das Liberale Institut der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit beteiligt.

Zur Zusammenfassung der Studie (Deutsch)
Zur kompletten Studie (Englisch)

Einen umfangreicheren, zusammenfassenden Bericht über die Studie finden Sie auch im ordnungspolitischen Online-Journal Wirtschaftliche Freiheit.

Blutbad in Pakistan?

Detmar Doering

Rund fünft jahre herrschte in pakistan ein Moratorium für die Todesstrafe. Die neue Regierung der Muslim League wird es in Kürze aufheben. Es drohe ein Blutbad in Pakistans Gefängnissen, berichtet Taha Siddiqui in The Diplomat.

Indien: Eigentumsrechte in Praxis

Detmar Doering

Indiens “Wirtschaftswunder” der letzten Jahre ist etwas ins Stocken geraten. Gleichzeitig leben noch große Teile der Bevölkerung in bitterer Armeut. Anhänger einer liberalen Wirtschaftsordnung neigen dazu, Studien über wachsende Ungleichheit nicht viel Bedeutung zuzumessen. Das sei falsch, schreibt Alejandro Chafuen (Atlas Foundation) in diesem Beitrag für Forbes, denn dahinter verberge sich oftmals wirkliche Exklusion von der Marktwirtschaft selbst. Diese bestehe in einem Mangel an echten und stabilen Eigentumsrechten. Chafuen beerichtet von einem Projekt des indischen Think Tanks Liberty Institute, das sich um die Etablierung von Eigentumsstrukturen in Dörfern kümmert – als praktische Hilfe, um den Menschen den Aufstieg aus dem Elend zu ermöglichen.

Prescription for Bangladesh’s Readymade Garments Sector Reform

Dr. Najmul Hossain

The readymade garment sector has been very successful in Bangladesh. It has offered job opportunities to thousands of women, improving their socio- economic situation. Nevertheless, substandard working environments, low wages and lack of worker organizations are ever reoccurring issues. The wider and underlying problem is a lack of law enforcement. Unless factory owners, workers, business associations, international buyers and the government are made more accountable and obliged to follow the rule of law, the workers will not benefit from new or stricter regulations.

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India: Violence Against Women. Current Challenges and Future Trends

Dona John, Omair Ahmad & Maria Schneider

Violence against women in India is an issue rooted in societal norms and economic dependence. Discriminatory practices are underlined by laws favoring men. Inadequate policing and judicial practices deny female victims proper protection and justice. Although female participation in public life is increasing and laws have been amended, India still has a long way to go to make Indian women equal citizens in their own country.

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Afghanistan 2014: The Incentives of Afghanistan’s Neighbours & other Major Actors

Omair Ahmad et al.

Ever since the announcement by the US and Germany of the drawdown of troops from Afghanistan, various commentators have expressed fears that the situation could lead to a replay of the chaos and violence after 1989. The incentives of major actors have changed dramatically since then, and it is important to understand those changed incentives if the international community is to avoid – or manage – a conflict after 2014.

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Vier Erfolge in der “mutigsten Demokratie”

Olaf Kellerhoff

Pakistan hat sich entschieden: für die Demokratie, für religiös-konservativ und für Nawaz Sharif. Der Stahlbaron wird vor dem 2. Juni seine dritte Amtszeit als Premier antreten. Sein Sieg bei den von vielen Seiten gelobten, besten aber auch blutigen Wahlen in Pakistan lässt auf Verbesserungen in der Wirtschaft und in den Beziehungen zu den Nachbarn Indien und Afghanistan sowie den USA hoffen. Es könnten aber auch religiöse Extremisten profitieren: Verhandlungen der führenden Parteien mit den Taliban wären eine de-facto Anerkennung ihrer Macht und ein Eingeständnis von Ohnmacht und Willensschwäche.

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