Archiv der Kategorie: Indien/Südasien

Pakistan macht ernst: Jihad gegen den Terrorismus

Olaf Kellerhoff

Nach den Anschlägen in Karachi macht Pakistan ernst: eine Bodenoffensive des Militärs soll Terroristen zur Strecke bringen und diese Woche verabschiedete das Parlament ein neues Antiterrorgesetz. Beides wird jedoch nur einen zeitlich begrenzten Erfolg bringen; dabei aber vor allem zu einem führen: Menschenrechtsverletzungen.

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Zwei Terrorschläge, ein Problem

Olaf Kellerhoff

Zwei Terrorschläge treffen Pakistan, aber nur einer davon erregt internationales Aufsehen. Dabei sind beide bezeichnend für die derzeitige Abwärtsspirale pakistanischer Staatlichkeit.

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Londoner Verhaftung führt zu Unruhen in Karatschi

Olaf Kellerhoff

Nach mehr als 20 Jahren im Londoner Exil verhaftete die britische Polizei den MQM-Vorsitzenden Altaf Hussain. Dies führte unmittelbar zu Unruhen und gewaltsamen Protesten vor allem in der pakistanischen Provinz Sindh und deren Hauptstadt Karachi. Das Konsulat des Vereinigten Königreiches in Karachi hat die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt und hatte zeitweise geschlossen.

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Polio in Pakistan: Von einer Kinderkrankheit zum Politikum

Dr. Almut Besold

In Pakistan versucht UNICEF derzeit mit Hilfe einer Selfie-Kampagne in den sozialen Medien, das Bewusstsein für Polioimpfungen zu wecken. Zusammen mit dem Regierungserlass, dass jeder, der seit dem 1. Juni aus Pakistan ausreist, ein Poliobehandlungszertifikat vorweisen muss, sorgt dies für eine große Aufmerksamkeit in den Medien und Unsicherheit bei Reisenden. Doch der Erfolg beider Maßnahmen ist zu bezweifeln, da gerade in betroffenen Gebieten soziale Medien – ja u.U. noch nicht einmal Strom und sauberes Wasser – verbreitet sind und auch es sich die ärmeren Bevölkerungsschichten schwerlich leisten können (vom Visum einmal abgesehen), ins Ausland zu reisen. Stattdessen empfehlen sich ein kulturell angepasstes, sensitives Vorgehen und maßgeschneiderte Lösungen, damit in Zukunft keine Polio-Aktivisten mehr ermordet werden.

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Indiens politisches Erdbeben

Siegfried Herzog

Mit diesem Ergebnis hatte niemand gerechnet: Bei den Parlamentswahlen in Indien gewinnt die größte Oppositionspartei die absolute Mehrheit der Stimmen. Wechselstimmung bei den Wählern und modernster Wahlkampf ebnen ihr den Weg zum Erfolg.

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Indien wählt den Wechsel – erdrutschartig

Siegfried Herzog

Bei den Parlamentswahlen in Indien hat die Koalitionsregierung unter Führung der Kongresspartei eine vernichtende Niederlage erlitten. Die Oppositionspartei, die hindunationalistische BJP, hat einen historischen Wahlsieg errungen und die absolute Mehrheit der Stimmen erreicht.

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Indien vor den Parlamentswahlen

Omair Ahmad und Siegfried Herzog

Die Wähler in Indien sind enttäuscht über die Regierungsbilanz der Kongresspartei und gespalten bezüglich der Hauptoppositionspartei BJP. Die einen fürchten deren nationalistische und intolerante Züge, die anderen setzen auf die im Vergleich marktfreundlichere Wirtschaftspolitik der BJP, die das Wachstum wieder ankurbeln, Armut reduzieren und Indien voranbringen soll. Die neue AAP Partei ist ein Hoffnungsträger für viele. Aber wäre die Partei, nur 17 Monate nach ihrer Gründung, in der Lage Indien zu regieren?

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Indien: Wirtschaftsfreiheit macht den Unterschied

Detmar Doering

EcFr-IndiaIndien, das noch vor einigen Jahren neben China zu den wichtigsten wirtschaftlichen Aufsteigern gehörte, macht seit einiger Zeit eine Phase politisch-ökonomischer Stagnation durch. Dabei gibt es aber regionale Unterschiede. Indien ist ein sehr dezentral regierter Bundesstaat. Die Unterschiede in Sachen Wirtschaftspolitik sind oft sehr groß. Das zeigt auch der diesjährige Index Economic Freedom of the States of India. Der Index bestätigt die allgemeine Regel: Dort, wo mehr Wirtschaftsfreiheit vorhanden sind, nehmen auch Wachstum und Wohlstand dynamischer zu.

Schwellenländer: Giganten auf tönernen Füßen?

J. Dehnert, Dr. G. Reitmeier, B. Lamm, B. Groeblinghoff, S. Herzog, Dr. H.-G. Fleck 

Dramatische Abwertungen der lokalen Währungen gegenüber dem US-Dollar, massive Kursverluste an den Börsen und hektische Reaktionen von Zentralbanken und Regierungen wecken Erinnerungen an die Asienkrise oder den Staatsbankrott Argentiniens im Jahre 2002. Galten die Schwellenländer seit der Finanzkrise 2008 als Wachstumsmotoren und Hoffnungsträger, so macht jetzt der Begriff der „Fragile Five“ für einige dieser Länder die Runde. Werden die Schwellenländer zum Opfer des Endes der lockeren US-Geldpolitik oder sind die Probleme hausgemacht? Unsere Experten in Argentinien, Brasilien, Mexiko, Südafrika, Indien und der Türkei haben sich mit dieser Frage beschäftigt.

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ACID VIOLENCE IN PAKISTAN

F. Mohammad Khan

Acid attacks are one of the most severe forms of violence against women. Although Pakistan has passed legislation to criminalize acid attacks, a lot remains to be done by politicians, law enforcement agencies and society at large to eventually eliminate this gruesome practice, writes Mohammad Khan, Executive Director Acid Survivors Foundation.

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India: A Great Deal of Heat, But Little Light

Omair Ahmad

The Indian states of Delhi, Rajasthan, Madhya Pradesh, Chhattisgarh and Mizoram recently held their elections. With general elections for the country due in less than a year, the elections are being seen as referendum between the ruling United Progressive Alliance – with the Indian National Congress (INC) in the lead, and the Opposition coalition, the National Democratic Alliance – with the Bharatiya Janata Party (BJP) in the lead. The BJP won three of the elections, two with a two-thirds majority, there is a hung Assembly in one state, and the INC had a comfortable win in the last (and smallest) of the states. These results, which have shown an overall increase in BJP vote share, are complicated by the presence of a rising alternative, the Aam Aadmi Party (AAP), in Delhi, and offer few real clues about the elections to come.

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Economic Freedom 2013 Report veröffentlicht

Steffen Hentrich

EFW2013Deutschland holt im Vergleich zum Vorjahr auf und gehört wieder deutlich zu den wirtschaftlich freiesten Ländern Europas. Das geht aus der am 16. September 2013 veröffentlichten Studie Economic Freedom of the World hervor, die sich auf Daten des Jahres 2011 stützt. Sie fasst die Ergebnisse der Untersuchungen der wirtschaftlichen Freiheit in 142 Ländern weltweit in einem Index zusammen. Dessen wichtigste Eckpunkte sind individuelle Handlungsfreiheit, freiwillige Austauschbeziehungen, freier Wettbewerb und die Sicherheit privater Eigentumsrechte.

Auf der von 0 (geringste Freiheit) bis 10 (höchste Freiheit) reichenden Skala erreicht Deutschland 7,68 Indexpunkte; im Vorjahr waren es nur 7,52. Damit hat sich Deutschland im internationalen Ranking deutlich verbessert, vom 31. auf den 19. Platz und liegt damit nur knapp hinter den USA (7,73). Der Erfolg beruht vor allem auf einem Rückgang der staatlichen Regulierung und einer Reduzierung des Staatsanteils am Wirtschaftsgeschehen. Die hier erreichten Gewinne konnten der Stabilitätsverlust der Währung sowie die schleichende Erosion des Freihandels nicht konterkarieren.

Wolfgang Gerhardt, Vorstandsvorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit: „Deutschland hat sein enormes wirtschaftliches Potenzial 2011 zu nutzen gewusst. Es wäre wichtig nun konsequent auf eine Agenda 2020 hinzuarbeiten.“ Detmar Doering, Leiter des an der Studie beteiligten Liberalen Instituts, sekundiert: „Insgesamt stimmt in Deutschland schon die Richtung. Aber in Sachen Staatsumfang und Steuern gibt es durchaus noch Raum für mehr Reformen. Auch gehört Deutschland immer noch zu den Paradiesen für staatliche Regulierer. Der Trend zur kleinlichen ‘Verbotsrepublik’ muss eher Sorgen bereiten und dient nicht der wirtschaftlichen Entwicklung.“

Wie bereits in den vergangenen Jahren steht Hongkong an der Spitze mit 8,97 Punkten im Ranking, gefolgt von Singapur (8, 73) und Neuseeland (8,49) als stabile Tabellenführer. Tabellenletzter ist Venezuela mit 3,93 Indexpunkten. Zur Gruppe mit den größten Defiziten der wirtschaftlichen Freiheit gehören nach wie vor die meisten Länder des afrikanischen Kontinents.

Durchgeführt wird diese Studie auch in diesem Jahr im Auftrag des Economic Freedom Network, einem Verbund von Forschungsinstituten aus 52 Ländern. Auf deutscher Seite das Liberale Institut der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit beteiligt.

Zur Zusammenfassung der Studie (Deutsch)
Zur kompletten Studie (Englisch)

Einen umfangreicheren, zusammenfassenden Bericht über die Studie finden Sie auch im ordnungspolitischen Online-Journal Wirtschaftliche Freiheit.