Archiv der Kategorie: Geldpolitik

Die Wirkung dauerhaft niedriger Zinsen

Peter Altmiks

Nachdem schon die Bundesbank und der Bundesverband deutscher Banken die Niedrigzinspolitik der EZB kritisiert hat, warnt nun auch eine mittelständische Bank vor den verheerenden Folgen der dauerhaften Niedrigzinsen. Das Bankhaus Metzler kritisiert die “Zentralbankverwaltungswirtschaft” und befürchtet das Entstehen von Preisblasen.

Gleichzeitig fördert die groKo die Enteignung der Besitzer von Lebensversicherungen, in dem der Garantiezins für Neuverträge ab 2015 von 1,75 auf 1,25 Prozent gesenkt werden soll. Der jüngste Stresstest der Bundesbank habe nämlich gezeigt, dass 32 Lebensversicherungen ihre Zusagen erfüllen könnten.

Letztendlich werden fast alle Investitionsentscheidungen in einer Volkswirtschaft dauerhaft verzerrt. Schulden machen wird attraktiver, Eigenvorsorge und Sparen unattraktiver. Keine gute Aussicht für eine “nachhaltige” Gesellschaft.

Verhindert die lockere Geldpolitik die wirtschaftliche Erholung?

Detmar Doering

Die Finanzkrise von 2008 ist in den USA schon seit längerem einer leichten Erholung der Wirtschaft gewichen. Trotzdem betreibt die Zentralbank weiterhin eine Politik der Geldschwemme. So lange hat sie bei noch keiner Krise zuvor eine Niedrigzinspolitik betrieben. Diana Furchtgott-Roth fragt sich in diesem Kommentar bei MarketWatch, ob das nicht die Ursache dafür sei, dass die Erholung langsamer und weniger dynamisch sei als bei den Finanzkrisen davor. Weder das Wachstum noch die Beschäftigungsquote gäben Anlass zu Optimismus. Das vermeintliche Heilmittel sei wohl mittlerweile zur Krankheitsursache geworden.

Zentralbanken: Klares Mandat gewünscht

Detmar Doering

Die amerikanische Zentralbank hat zwei gesetzlich festgelegte Ziele, nämlich die Wahrung der Preisstabilität und die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Das unterscheidet sie von anderen Zentralbanken, die ausschließlich der für stabiles Geld zu sorgen haben. Die Folgen sind gravierend. Weil die beiden Ziele konkurrieren, kommt meist eines unter die Räder. In diesem Artikel zeigt Alois Bischofberger bei Avenir Suisse, dass die US-Zentralbank bei der Preisstabilität stets schlechter abschnitt als vergleichbare Banken mit einem einzigen klaren Mandat.

Finanzkrise verständlich erklärt

Peter Altmiks

Manchmal ist es schwierig, die komplexen Abläufe, die mit zur weltweiten Finanzkrise beigetragen haben, verständlich zu erklären. Dem Kabarettisten Chin Meyer ist das anhand der “Fuselanleihen” für Alkoholikerkneipen sehr humorvoll gelungen. Meyer warnt in seinem lustigen Beitrag vor allem vor dem Zeitpunkt, in dem Landesbanken einsteigen: “Der normale Anleger sollte vorsichtig werden, wenn Landesbanken auf den Zug aufspringen.”

Allerdings geht der kabarettistische Beitrag mit den Fuselanleihen nicht auf eine Hauptursache der Finanzkrise ein: Ohne die expansive Geldpolitik der Zentralbanken, ohne Niedrig- oder sogar Nullzins und somit exzessiver Liquidität funktionieren derartige Geschäfte nicht. Bei aller Kritik an privaten und öffentlichen Kreditinstituten, Aufsichtsbehörden und politischen Regulierungsfehlern (Basel I bis III) darf die Verantwortung der Notenbanken und der Regierungen nicht ausgeblendet werden.

Welche Banken waren Schuld?

Detmar Doering

Die Finanzkrise scheint für viele Menschen den endgültigen Beweis erbracht zu haben, dass Privat- und Marktwirtschaft zumindest im Bankensektor nicht funktionieren. Dabei, so stellt Alexander Fink in diesem Beitrag für IREF fest, waren gerade in Deutschland die öffentlichen Banken die größten Sünder. Sie waren es vor allem, die vom Staat gerettet werden mussten.

Austerität: Fluch oder Segen?

Detmar Doering

Der Sparpolitik – auch Austerität genannt – wird oft vorgeworfen, sie sei für die konjunkturelle Schwäche des Euroraums verantwortlich. Dem gegenüber argumentieren Hans-Werner Sinn und Akos Valentinyi in diesem Beitrag für die Ökonomenstimme, dass richtig verstandene Austerität erst die Voraussetzungen für die konjunkturelle Genesung schaffe.

Panik oder nicht Panik?

Detmar Doering

Die Finanzkrise hat unter anderem aufgrund des Argumentes, dass nun die Bankkunden und Sparer in Panik ihre Einlagen abheben, zu starken politischen Eingriffen in den Finanzsektor geführt. Wie begründet war die Furcht dafür. Tatsächlich, so schreibt der US-Ökonom Vern McKinley hier, hätten auch viele Sparer ihr Geld abgehoben. Das hätten sie allerdings meist sogleich bei anderen Institutionen angelegt, die sie für sicherer hielten. Was als panikgetriebener Massenabfluss von Geld bezeichnet wurde, war in Wirklichkeit eher eine Umschichtung.