Archiv der Kategorie: Geldpolitik

Zentralbanken: Klares Mandat gewünscht

Detmar Doering

Die amerikanische Zentralbank hat zwei gesetzlich festgelegte Ziele, nämlich die Wahrung der Preisstabilität und die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Das unterscheidet sie von anderen Zentralbanken, die ausschließlich der für stabiles Geld zu sorgen haben. Die Folgen sind gravierend. Weil die beiden Ziele konkurrieren, kommt meist eines unter die Räder. In diesem Artikel zeigt Alois Bischofberger bei Avenir Suisse, dass die US-Zentralbank bei der Preisstabilität stets schlechter abschnitt als vergleichbare Banken mit einem einzigen klaren Mandat.

Finanzkrise verständlich erklärt

Peter Altmiks

Manchmal ist es schwierig, die komplexen Abläufe, die mit zur weltweiten Finanzkrise beigetragen haben, verständlich zu erklären. Dem Kabarettisten Chin Meyer ist das anhand der “Fuselanleihen” für Alkoholikerkneipen sehr humorvoll gelungen. Meyer warnt in seinem lustigen Beitrag vor allem vor dem Zeitpunkt, in dem Landesbanken einsteigen: “Der normale Anleger sollte vorsichtig werden, wenn Landesbanken auf den Zug aufspringen.”

Allerdings geht der kabarettistische Beitrag mit den Fuselanleihen nicht auf eine Hauptursache der Finanzkrise ein: Ohne die expansive Geldpolitik der Zentralbanken, ohne Niedrig- oder sogar Nullzins und somit exzessiver Liquidität funktionieren derartige Geschäfte nicht. Bei aller Kritik an privaten und öffentlichen Kreditinstituten, Aufsichtsbehörden und politischen Regulierungsfehlern (Basel I bis III) darf die Verantwortung der Notenbanken und der Regierungen nicht ausgeblendet werden.

Welche Banken waren Schuld?

Detmar Doering

Die Finanzkrise scheint für viele Menschen den endgültigen Beweis erbracht zu haben, dass Privat- und Marktwirtschaft zumindest im Bankensektor nicht funktionieren. Dabei, so stellt Alexander Fink in diesem Beitrag für IREF fest, waren gerade in Deutschland die öffentlichen Banken die größten Sünder. Sie waren es vor allem, die vom Staat gerettet werden mussten.

Austerität: Fluch oder Segen?

Detmar Doering

Der Sparpolitik – auch Austerität genannt – wird oft vorgeworfen, sie sei für die konjunkturelle Schwäche des Euroraums verantwortlich. Dem gegenüber argumentieren Hans-Werner Sinn und Akos Valentinyi in diesem Beitrag für die Ökonomenstimme, dass richtig verstandene Austerität erst die Voraussetzungen für die konjunkturelle Genesung schaffe.

Panik oder nicht Panik?

Detmar Doering

Die Finanzkrise hat unter anderem aufgrund des Argumentes, dass nun die Bankkunden und Sparer in Panik ihre Einlagen abheben, zu starken politischen Eingriffen in den Finanzsektor geführt. Wie begründet war die Furcht dafür. Tatsächlich, so schreibt der US-Ökonom Vern McKinley hier, hätten auch viele Sparer ihr Geld abgehoben. Das hätten sie allerdings meist sogleich bei anderen Institutionen angelegt, die sie für sicherer hielten. Was als panikgetriebener Massenabfluss von Geld bezeichnet wurde, war in Wirklichkeit eher eine Umschichtung.

Notwendige Anpassungen in den Krisenstaaten

Gérard Bökenkamp

Henrik Müller beschreibt auf Spiegel Online den Teufelskreislauf der Deflationsangst: „Es ist ein wiederkehrendes Muster: Die Angst vor Deflation sorgt für eine zu lockere Geldpolitik, die wiederum Aktienkurse und Immobilienpreise durch die Decke gehen lässt – eine Inflation der Vermögenswerte -, was abermals in einem Crash und neuerlichen Deflationsgefahren endet. Der monetäre Teufelskreis beginnt von Neuem.“ Der Preisverfall in einigen Euroländern sei mehr oder weniger zwangsläufig. Im Zuge der Reformpolitik sinken in den Eurokrisenländern Reallöhne und öffentliche Ausgaben. Gleichzeitig bereinigen die Banken ihre Bilanzen, was dazu führt, das diese weniger Kredite vergeben können, das senkt wiederum das Wirtschaftswachstum. Dieser Zustand werde wohl noch Jahre andauern und könne auch durch eine dauernde Niedrigzinspolitik wie in Japan nicht aufgehalten werden. Frankreich und Italien stünden die notwendigen Reformschritte erst noch bevor.

Bundesbank: Weder Inflation noch Deflation?

Gérard Bökenkamp

Nach Aussagen der Bundesbank sind die zentralen Herausforderungen des Jahres 2014 in den globalen Unterschieden zwischen Wachstum und Preisentwicklung zu sehen. Der Euroraum sei im Jahr 2013. hinter den Entwicklung anderer Länder zurückgeblieben. In Deutschland löse die Binnenkonjunktur die Einflüsse des Exports als Wachstumstreiber ab. Das sei auf den hohen Anteil der Beschäftigten, steigende Löhne und niedrige Zinsen zurückzuführen. Die Bundesbank prognostiziert für die Jahre 2014 und 2015 ein Wachstum von 1,7 Prozent und 2,0 Prozent.

In den übrigen Eurostaaten bestehe noch Anpassungsbedarf. Die Konsum- und Unternehmensnachfrage sei immer noch schwach. Die Perspektiven hätten sich allerdings gebessert. Die Bundesbank sieht weder die Gefahr einer Inflation, noch einer Deflation.

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