Archiv der Kategorie: Bürgergesellschaft

Hayek-Essay-Wettbewerb zur internationalen Personenfreizügigkeit

Steffen Hentrich

Wie bereits im vergangenen Jahr veranstaltet die Friedrich August von Hayek Gesellschaft auch im kommenden Jahr 2015 einen Hayek-Essay-Wettbewerb zum Thema:

Gibt es Grenzen für die internationale Personenfreizügigkeit aus liberaler Sicht?

Der Wettbewerb richtet sich an Studenten und Studentinnen im Diplom- oder Magisterstudium und in vergleichbaren Bachelor-/Master-Studiengängen sowie Doktoranden und ist mit 1000, 750 und 500 Euro für die drei vordersten Plätze nominiert. Angesprochen sind Studenten und Studentinnen im Diplom- oder Magisterstudium und in vergleichbaren Bachelor- /Master-Studiengängen sowie Doktoranden. Die Beiträge sind bis zum 10. Mai bei der Friedrich August von Hayek Stiftung in Berlin einzureichen. Nähere Informationen zum Wettbewerb finden Sie hier.

Umfrage Netzpolitik: Was Internetnutzer von der Politik erwarten

Steffen Hentrich

In Vorbereitung der im November 2014 veranstalteten Online-Konferenz “Liberale Netzpolitik“ hatte die Virtuelle Akademie eine Online-Umfrage zum Thema Netzpolitik durchgeführt und die Ergebnisse veröffentlicht. Dabei konnten fünf zentrale Ergebnisse identifiziert werden:

  1. Netzpolitische Debatten wirken schnell techniklastig und sind von Fachbegriffen geprägt. Sie erreichen somit viele Bürger nicht, trotz der hohen Relevanz für ihre individuelle Freiheit: Während die meisten wissen, was sich hinter den Begriffen „Cloud“ und „Vorratsdatenspeicherung“ verbirgt, kennen die Hälfte der Befragten Begriffe wie „Störerhaftung“ und „Crypto-Party“ nicht.
  2. Etwa 40% der Befragten haben die millionenfache Verletzung ihre Bürgerrechte durch staatliche Geheimdienste (beispielsweise durch die NSA) nicht dazu bewogen, ihr Verhalten im Netz zu ändern (also beispielsweise den E-Mail-Anbieter zu wechseln).
  3. 70% der Befragten sind der Ansicht, man müsste seine E-Mails verschlüsseln, aber von denen wissen 60% nicht, wie das funktioniert.
  4. Die Befragten sehen Bedarf an weiteren rechtlichen Regelungen im Internet: Datenschutz, Virenschutz und IT-Sicherheit sind die größten Baustellen. Dereguliert werden müsste hingegen das Urheberrecht im Internet, da es eher die Interessen der Urheber vertritt.
  5. Über 60% sind der Ansicht, dass IT-Kompetenzen in der Schule nicht ausreichend vermittelt werden.

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Senegal: Starke Gesetze für starke Bürger gebraucht

Mohamed Ngueye (Deutsche Fassung von Inge Herbert)

Die Whistleblower, wie Edward Snowden, haben weltweit für Schlagzeilen gesorgt und die Diskussion über das Recht auf Information der Bürger belebt. Auch im Senegal, wo jahrzehntelang Korruption, Nepotismus und Missmanagement in Politik und Verwaltung stillschweigend hingenommen wurden, taucht jetzt eine Generation von Menschen auf, die es nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren kann, diese Machenschaften weiterhin stillschweigend hinzunehmen.

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Südkorea: Schlechte Presse für die Presse

Lars-André Richter & Mira Krebs

Südkoreas Medien stecken in der Glaubwürdigkeitskrise: Im Frühjahr die Berichterstattung über das Unglück der Fähre Sewol, im Herbst die Diskussionen um die Textnachrichten-App KakaoTalk – beides hat viele Menschen an der Unabhängigkeit der Medien zweifeln lassen. Unsere Experten analysieren, was es mit der Verquickung von Politik, Wirtschaft und Medien auf sich hat. Sie zeigen, wie Medien Vertrauen zurückgewinnen können.

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Technologischer Fortschritt und Ungleichheit

Detmar Doering

Die Ungleichheit nehme, so heißt es, allerorts zu. Die Schuld wird dafür auch der technologischen Entwicklung zugeschoben. Dem widerspricht Tyler Cowen hier auf The Upshot. Technischer Fortschritt gehe nicht zuletzt mit geringeren Lebenshaltungskosten einher, bisher komplizierte Technologien würden leichter bedienbar und im Gesundheitswesen gebe es Fortschritte, die jedermann zu Gute kämen. Langfristig führe der Fortschritt eher zu weniger Ungleichheit.

NGOs: Vorreiter staatlichen Engagements, nicht Opposition

Steffen Hentrich

Nichtregierungsorganisationen tragen zwar noch stolz das N in ihrem Namen, grenzen sich jedoch nicht mehr von der Allmacht des Staates zugunsten der Bürger ab, sondern sind mit ihm eine Symbiose eingegangen. Das stellt Hasso Mansfeld heute in seinem Beitrag Die außerparlamentarische Regierung  im Debatten-Magazin The European fest. Der Staat treibt gemeinsam mit NGOs die Entmündigung des Bürgers vorran, NGOs sind zum Schrittmacher staatlichen Engagements geworden. Mit Schreckensszenarien wird in der Bevölkerung die Angst vor diversen gefahren des Alltags geschürt, was es dem Staat vereinfacht immer tiefer in den Alltag der Bürger hineinzulenken.

Thailand: Gefangen auf dem Weg in die Moderne

Olaf Kellerhoff

Die öffentliche Diskussion und die Berichterstattung über die politischen Entwicklungen sind durch die Gesetzeslage in Thailand eingeschränkt. Die Eliten streiten hinter den Kulissen um die Ausgestaltung von Reformen und um eine neue Verfassung. Dringend notwendige und nachhaltige Antworten auf gesellschaftliche Umbrüche bieten dabei weder Militär, noch Eliten oder politische Parteien. Ob Parlamentswahlen 2015 stattfinden werden, ist zweifelhaft. Thailand bestätigt empirische Befunde, denen zufolge Militärcoups schmerzliche Einbrüche beim Wirtschaftswachstum nach sich ziehen. Deutschland muss – angesichts von 30.000 Auslandsdeutschen im Land – ausgewogen Stellung zu Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechtsverletzungen beziehen.

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