Dr. Gabriele Reitmeier, Beate Forbriger, Carlos Vászquez, Susanne Göggel
Mit der Wahl des Brasilianers Roberto Azevêdo kommt der nächste Generaldirektor der Welthandelsorganisation (WTO) aus Lateinamerika. Unsere Lateinamerika-Experten werfen einen Blick auf die Wahl und die Herausforderungen, denen sich der Sieger gegenüber sieht.-
Zwei Lateinamerikaner im Rennen um die WTO-Präsidentschaft
Dass der nächste Generaldirektor der Welthandelsorganisation (WTO) aus Lateinamerika kommen würde, war bereits seit Ende April bekannt. Ausschlaggebend dafür war offenbar der Entscheid der EU-Staaten, bei der zweiten Selektionsrunde die beiden lateinamerikanischen Kandidaten zu unterstützen. Seit dem 8. Mai steht nun offiziell der Gewinner des knappen Rennens zwischen dem brasilianischen Botschafter Roberto Azevêdo (55) und dem ehemaligen Wirtschafts- und Handelsminister Mexikos, Herminio Blanco (62), fest. Der neue WTO-Präsident ist der Brasilianer Roberto Azevêdo, und das, obwohl sich die 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union und Kroatien in einer geheimen Wahl am 6. Mai in Brüssel für Blanco ausgesprochen hatten.