Entdeckergen

Detmar Doering

Nicht der Entdecker Amerikas. Nicht der erste Entdecker überhaupt.

Nicht der Entdecker Amerikas. Nicht der erste Entdecker überhaupt.

Wir verbinden den Begriff “Entdecker” mit der Neuzeit und Namen wie Kolumbus oder James Cook. Aber die Menschen waren schon immer Entdecker der Welt. Wiisenschaftler mutmaßen, so berichtet der Wissenschaftspublizist David Dobbs im National Geographic Magazin, dass dieser Fortschtrittsdrang genetisch programmiert und durch kulturelle Faktoren verstärkt worden ist.

Eine Antwort zu “Entdeckergen

  1. Was soll man dazu sagen? Am besten: Much ado about nothing.
    Ob unsere Vorfahren aus einem genetisch bedingten Drang zu “Entdeckungen” gezwungen wurden, darf durchaus in Zweifel gezogen werden. Da war wohl eher das Wunschdenken von Rollenspiel-Freaks der Vater des Gedankens.
    In vielen Fällen, zumindest in der neueren Zeit sind die Beweggründe von Entdeckern von ihnen selbst überliefert. Beispiele dafür sind eben jener Columbus, aber auch die meisten der andere nw.z.B. Vasco da Gama usw., die unumwunden wirtschaftliche Interessen verfolgten. Es gibt natürlich wenige Ausnahmen, zu denen man vielleicht Darwin zählen könnte, den eher wissenschaftliche Interessen trieben. Das waren dann aber Interessen, die sich aus den zuvor über die Entdecker a la Columbus und den von diesen berichteten hier Unbekannten ergaben.
    Niemand wird heute ernsthaft behaupten können, die “Weltraumfahrt” sei einzig einer genetisch bedingten Kondition zu verdanken.
    Haben sich die Autoren solcher Behauptungen jemals gefragt, warum es ein Nord-Süd-Gefälle gibt? Haben sie sich die Frage gestellt, dass auf der Südhalbkugel das Äquivalent als Süd-Nordgefälle gibt, wobei das weniger auffällt, weil dieser Teil großenteils aus Ozeanen besteht?
    Es ist durchaus interessant und empfehlenswert, sich mit Menschen aus den tropischen Bereichen, z.B. buddhistischen Mönchen, zu unterhalten.
    Man wird von ihnen erfahren, dass sie sich wundern, dass wir Europäer immer wissen wollen, was hinter den Bergen ist. Schauen Sie sich Ihre Welt an und freuen Sie sich daran, Was spielt es für eine Rolle, was hinter diesen Bergen sein mag.
    Wir Europäer werden darauf sagen: Wir mussten immer erfahren, was sich dort abspielt hinter den Bergen. Unser Leben hing davon ab. Wer im Herbst nicht seinen Lebensunterhalt in der Scheuer hatte, hatte keine Überlebenschance. Wir mussten immer vorausdenken. In den tropischen Bereichen dieses Planeten war das nicht erforderlich. Das macht den wesentlichen Unterschied. Es ist ein Unterschied der Zwänge, der die Kultur und die Zivilisation geformt hat.
    Das hat sich in den letzten Jahrzehnten infolge des Bevölkerungswachstums natürlich geändert. Gerade Länder wie Südostasien, wo dieses Wachstum explosionsartig stattfand und stattfindet, stehen nun vor einem ähnlichen Problem, wie die Europäer bereits vor vielen tausend Jahren. Diese Länder können nun auch nicht mehr den Lebensunterhalt ihrer Bevölkerung so ohne weiteres, wie noch vor 70 Jahren bereitstellen. Das aber entspricht nicht der seit Jahrtausenden gewachsenen Erfahrung.
    Ich halte die Genthese aus diesen nachprüfbaren Gründen für sehr schwach.
    Es ist eine ähnliche dem Veröffentlichungswahn geschuldete These, wie seinerzeit die, ich glaube es kam aus Deutschland, “Erkenntnis, das Intelligenzgen auf dem X-Chromosom entdeckt zu haben. Da blieb doch auch nur die Frage, “ja, wo denn sonst?”, sofern es ein solches spezifisches Gen tatsächlich geben sollte. Man hätte ansonsten alle weiblichen Wesen als “unintelligent” erkennen müssen.
    Die Studie ging aber doch wohl eher davon aus nachzuweisen, dass ein ein solches Gent überhaupt gibt. Dass es auf dem X-Chromosom liegen musste darüber konnte es wohl keinen Zweifel geben, man konnte es voraussetzen.

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