Weihnachtsfehlallokation

Detmar Doering

Ein großer Fehlallokator?

Ein großer Fehlallokator?

Die Schlangen, die sich nach Weihnachten in den Geschäften bilden, weil die Menschen missglückte Weihnachtsgeschenke umtauschen wollen, zeugen von einer ernormen saisonal bedingten Fehlallokation von Gütern und Waren.  Eigentlich wären reine Geldgeschenke ökonomisch sinnvoller, aber dies verstieße natürlich gegen den Geist der Weihnacht, der doch nach mehr persönlichen Gaben verlangt.

Aber, so tröstet uns Chris Snowdon vom Adam Smith Institute, wir könnten immerhin eine wertvolle Lektion daraus lernen. Wenn schon unsere Liebsten und Nächsten nicht so recht wissen, was wir uns wirklich wünschen, wie soll es dann erst der Staat können, der sich als schenkender Weihnachtsmann geriert? Hayeks Idee von der “Anmaßung von Wissen” findet somit am Heiligabend seine volle Bestätigung.

2 Antworten zu “Weihnachtsfehlallokation

  1. Kaum einem Menschen dürfte erinnerlich sein, daß er – zu welcher Gelegenheit auch immer – jemals geschenkt erhielt, was er sich wirklich gewünscht hätte, jedenfalls in der weiteren Perspektive.
    Abgesehen von der Höflichkeit verhindert dann noch die Anerkennung des immerhin guten Willens, den man – oft völlig zu Unrecht – zu unterstellen geneigt ist, daß die un- und mittelbaren Folgen dieser Bevormundung der seichten Art gewalttätig aus dem Ruder laufen.

    Leider Gottes maßen sich Politiker und deren funktionärsbeflissenes Umfeld unverschämterweise an, darüber entscheiden zu dürfen, was ausschließlich ihnen selbst zu nutzen geeignet wäre, nie jedoch all den von ihnen selbst zuvor als ebenso notleidend wie dankbar deklarierten Empfängern staatlicher Almosen.

    Ganz im Gegenteil leiden diese unter dem ihnen aus diesem Grunde ausdrücklich zugewiesenen prekären Status, fühlen sich ausgegerenzt und minderwertig und mutieren derart in Selbstwert und Eigenständigkeit zerstört in die Abhängigkeit staatlicher Aufseher und Zuteiler; politisch gezeugte Zombies sozusagen.

    Zwar entspricht diese Entwicklung dem sehnsüchtigen Wunsch fast aller Politiker – wer von denen hat schon gern freiheitliche und eigenständige, vielleicht gar aufmüpfige Untertanen -, treibt jede Gemeinschaft jedoch unweigerlich in den Abgrund, vor dem wir gerade – wieder mal – stehen.

  2. Pingback: Weihnachtsfehlallokation « FDP-Kreisverband Nienburg/Weser

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