Wie man aus Kosten Erfolge macht

Steffen Hentrich

Mit dem Ausmaß der Umweltregulierung steigt zwangsläufig auch der Umfang der Wirtschaftszweige, deren täglich Brot die technische Umsetzung der Umweltpolitik ist. Deshalb können die immer wieder veröffentlichten Erfolgsmeldungen einer wachsenden Umweltindustrie, wie hier beispielsweise für das Land Baden Württemberberg, eher Hiobsbotschaften als Grund zum Optimismus sein. Die wachsende Umweltindustrie ist die Kehrseite der Kosten die Bürger für immer neue Regulierungen im Umweltbereich aufzuwenden haben. Natürlich führt dies in vielen Fällen auch zu einer spürbaren Verbesserung der Umwelt- und Lebensqualität, doch ohne Informationen darüber lässt sich mit den Brancheninformationen der Umweltindustrie wenig anfangen. Angesichts der Tatsache, dass zusätzliche Erfolge bei der Verbesserung der Umweltsituation zumindest in den meisten Industrieländern nur noch mit sehr hohen Kosten erkauft werden können, ist davon auszugehen, dass sich auch in der Zukunft der Umweltsektor aufblähen dürfte, auch wenn keine wirklich spürbaren und wirklich lohnenden Qualitätsverbesserungen zu erwarten sind. Ganz im Gegenteil, wie das Beispiel Teile der erneuerbaren Energien zeigen, können unter Umweltindustrie auch Bereiche fungieren, die in der Gesamtbilanz zu einer Verschlechterung der Umweltsituation führen. Werbung für das Wachstum der Umweltwirtschaft sollte daher immer auch den Aufdruck tragen: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie ihren Steuerbescheid und fragen Sie Ihre Abgeordneten.

2 Antworten zu “Wie man aus Kosten Erfolge macht

  1. Ich bin der Meinung, dass die Umweltgesetzgebung bei weitem über übliche ordnungspolitische Rahmen hinausgeht; und ebenso nicht mit dem verschiendentlich kritisierten überbordenten Subventionen beschrieben werden kann. Eigentlich ist es eine Zwangsbewirtschaftung, zumindest beim EEG.

    http://glitzerwasser.blogspot.com/2012/11/zwangsbewirtschaftungen-und-die.html

  2. @ qq:

    So ist es.

    Mit der Beschäftigung in dieser subventionskreierten, künstlich befeuerten Branche sowie mit deren Wachstum läßt sich überhaupt nichts beweisen – außer, daß hier wieder mal staatlicher Regulierungsgrößenwahn übelriechende Blüten treibt.

    So zielen diese unproduktiv vor sich hinwurstelnden Beschäftigungsapparate nach bewährter sozialistischer Manier nur auf sich und ihre angebliche Existenzberechtigung.
    Ein ewiger sinnloser Kreislauf, der zumal gigantische Ressourcen verschwendet.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s