Steffen Hentrich
Patente gelten in der Pharmaindustrie als unvermeidbares Übel und doch entpuppen sie sich nicht selten als tödliches Geheimnis. Oft gehen den meist einfach reproduzierbaren chemischen Verbindungen lange und kostentreibende Forschungs- und Entwicklungsphasen voraus, die ohne Patentierung wirtschaftlich nicht realisierbar erscheinen. Doch diese künstliche Verknappung führt gleichzeitig zu Innovationshemmnissen und aufwendiger Parrallelforschung, für manch einen der betroffenen Patienten ist Hilfe dann zu teuer oder sie kommt zu spät. Das dies nicht so sein muss, zeigt der Krebsforscher Jay Bradner bei TED. Sein Labor hat aus einem gegen seltene Krebsformen wirksamen Molekül alles andere als ein Geheimnis gemacht und es schon sehr frühzeitig so viel wie möglich Wissenschaftlern und Pharmaunternehmen zur Verfügung gestellt.
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Die Pharmaindustrie ist und bleibt ein Dorn im Auge, wenn es um die Stabilität des sozialen Gleichgewichts geht. Hier sind die Regierungen gefragt die die sachgemäße Transparenz überhaupt erst möglich machen können. Doch grade in Schwellenländern wie China oder Indien, sind Korruptionsfälle ein ausschlaggebende Gründe dafür, dass der Zugang zu lebenswichtigen Medikamenten oft nur der reicheren Gesellschaftsschicht vorenthalten ist.
Bittere Wahrheit – Pharmaindustrie versus globale Gesundheitsversorgung