Steffen Hentrich
Noch heute wird der sogenannte Stern-Report, eine 2006 mit viel PR-Aufwand veröffentlichte Studie über die Folgekosten des Klimawandels und daraus folgende politische Handlungsempfehlungen, von Umweltaktivisten wie Politikern gleichermaßen als Bibel der Klimafolgenforschung gefeiert. Dem hatte auch kein Abbruch getan, dass unmittelbar nach dem Erscheinen viele Ökonomen Kritik an der Analysemethodik und der Wahl wichtiger Modellparameter übten. Heute ist zwar klar, dass dieser Report keine ernstzunehmende Grundlage praktischer Politik ist, sondern eher ein politisches Pamphlet im Mantel einer wissenschaftlichen Modellanalyse, doch ist diese Erkenntnis in der Öffentlichkeit noch immer nicht angekommen. Allein die Wahl der Diskontrate im Analysemodell für die sozialen Kosten des Klimawandels zeigte wie heiß die Nadel war, mit der die Autorengruppe um Sir Nicholas Stern den Klimaalarmismus in die Studie strickte. Wie Professor Richard Tol in seinem Vorwort zur jetzt bei der Global Warming Policy Foundation (GWPF) erschienenen Kritik der Studie What’s wrong with Stern? von Peter Lilly MP berichtet, bemerkte der Umweltökonom Sir Partha Dasgupta schon kurz nach Erscheinen der Studie, dass Nicholas Stern 97,5 Prozent seines persönlichen Einkommens sparen müsste, wollte er selbst seinen Empfehlungen an die Klimapolitik gerecht werden. Dieses Abweichen politischer Empfehlungen von der Realität, sowohl im persönlichen Verhalten der Produzenten solcher Studien, als auch derer, die ihre politischen Aktivitäten mit Extremszenarien begründen, ist symptomatisch für die gesamte moderne Umweltpolitik. In keinem anderen Politikfeld, in denen der Staat auf Kosten der Zukunft aus dem Vollen schöpft, werden so stramme Nachhaltigkeitskriterien angelegt wie in der Klimapolitik. Ein guter Indikator dafür, dass die Klimaforschung für die Politik nur den Begründungszwang für Maßnahmen liefert, die ohnehin aus ideologischen oder interessenpolitischen Gründen auf der Agenda stehen.
Für alle, die immer noch an das Märchen der Klimakatastrophe glauben, gebe ich hier einen Link zu einer aktuellen Grafik des britischen MetOffice. Dieses Institut erhebt für das IPCC auf der Basis von einigen tausend Messstationen fortlaufend den globalen Durchschnitt der Oberflächentemperatur der Erde.
Selbst dieses Institut, das bekanntlich die Linie der Klimaalarmisten vertritt, kann es durch noch so viel Bearbeitung der Rohdaten nicht verbergen, dass der Durchschnitt der globalen Oberflächentemperaturen seit 14 Jahren rückläufig ist. Und das bei weiter steigendem CO2-Gehalt der Atmosphäre.
Hier der Link: http://www.metoffice.gov.uk/hadobs/hadcrut3/diagnostics/comparison.html