Innovieren beim Kopieren

Steffen Hentrich

Können Sie sich vorstellen, dass die Musik- und Filmindustrie wie die Mode- und Kochindustrie funktioniert, wo Urheberrechtsschutz kaum ausgeprägt ist und fleißig voneinander kopiert wird. Christopher Sprigman, gemeinsam mit Kal Raustiala Autor des in Kürze erscheinenden Buches Knockoff Economy: How Imitation sparks Innovation, beim Blog Technology Liberation warum sich ein strenger Urheberrechtsschutz in Mode und Küche nicht etablieren konnte, weshalb es trotzdem zwei extrem innovative und lukrative Wirtschaftszweige sind und wie es im Musik- und Filmbusiness aussehen würde, wenn auch dort mehr voneinander abgeschaut würde.

Lesetipp: Raustiala, Sprigman: The Piracy Paradox: Innovation and Intellectual Property in Fashion Design, Virginia Law Review, Vol. 92, No. 8.

Eine Antwort zu “Innovieren beim Kopieren

  1. Erstens wird in allen Branchen voneinander abgeschaut, auch im Musik- und Filmbusiness.
    Zweitens ist der Werkcharakter im Modebusiness sehr gering bzw. die “Schaffenshöhe” der jeweiligen Innovationen so gering, daß der Urheberrechtsschutz nicht greift. Hemden ähneln sich z.B. viel stärker als Bücher.
    Drittens sind die relevanten Schutzrechte im Modebusiness Marken und Patente.

    Das “Vorbild” Modewirtschaft wird oft genannt, paßt aber überhaupt nicht zur Situation der Musik-, Verlags- oder Filmwirtschaft.

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