Public Choice erklärt

Detmar Doering

Damit eine Marktwirtschaft auch ordentlich funktioniert, bedarf sie eines Ordnungsrahmens aus Regeln und Institutionen. Aber wie findet man die? Diese Frage steht im Mittelpunkt einer ökonomischen Denkrichtung, die sich mit den ökonomischen Anreizen befasst, die auf politische Akteure bei der Erstellung öffentlicher Regeln einwirken. Dazu gehört etwa das Wiederwahlinteresse von Politikern, das sie zu kurzfristigen Interventionismen animieren kann.

Die Public-Choice-Ökonomie wurde in den 70er Jahren von amerikanischen Ökonomen wie Gordon Tullock oder Nobelpreisträger James M. Buchanan entwickelt. Sie stellt eine definitive analytische Verfeinerung der ordo-liberalen Denkens dar, die die Entwicklung tragfähiger Mechanismen für eine Marktwirtschaft befördert. Eamonn Butler vom Adam Smith Institute stellt in dieser, für das Institute of Economic Affairs verfassten, Einführung die wesentlichen Elemente des Public-Choice-Denkens dar.

2 Antworten zu “Public Choice erklärt

  1. Man schaue sich unsere (nicht nur, aber eben auch) Politiker an und frage sich (besser: die besagten´Politiker), ob auch nur irgendeiner von ihnen sich jemals darüber Gedanken gemacht hätte, was denn Buchanan, Tullock oder später Butler zu diesem Thema zu sagen haben.
    Da folgt mit Sicherheit nur desinteressiertes Schweigen – jenseits der auswendig gelernten Worthülsen.
    Daß sich dieses mit der Zeit auf die Regierten überträgt, Politikverdrossenheit genannt, ist das eigentlich Fatale dabei.

  2. Pingback: B.L.O.G. – Bissige Liberale ohne Gnade » Wirtschaftsversagen

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