Drei Jahre Stimulus

Detmar Doering

Vor drei jahren unterzeichnete US-Präsident Obama den sogenannten “Stimulus”, das große staatliche Konjunkturankurbelungsprogramm als Antwort auf die Finanzkrise. Die Erwartungen waren hoch, vor allem, was den Arbeitsmarkt anging. Die Arbeitslosigkeitsquote sollte zum Beispiel dadurch nie über 8,5% ansteigen. Wurde das Ausgabenpaket diesen Erwartungen gerecht? Veronique de Rugy (Mercatus Center) stellt in diesem Diagramm die Erwartungen und die Realität gegenüber.

3 Antworten zu “Drei Jahre Stimulus

  1. <Krugman-Modus>Der war halt nicht groß genug!</Krugman-Modus>

  2. Man sollte immer zurückhaltend sein, den Zeigefinger allein auf die USA zu richten, dabei zeigen 4 Finger immer zurück.

    Barack Obama, Herbert Hoover und Franklin D. Rooselvelt waren mit ihren defizitfinanzierten Programmen genauso wenig erfolglos, wie Hitler/ Hjalmar Schacht bis zu Angela Merkel.
    Die Unterstützung fördert die Ineffizienzen, nicht umgekehrt: Die üppigen EU-Sozial- und Regionalfonds haben das Lohnkosten- und Staatsschulden-Problem in Südeuropa verstärkt, genauso wie die Bereitschaft zur Unterstützung von Alleinerziehenden die Zahl der Haushalte mit Kindern und einem Elternteil in die Höhe getrieben hat – die allesamt in der Sozialhilfe festhängen. [Charles Murray, Losing Ground].

    Das hiesige “Stimulus”-Programm der Bundesregierung 2008 hat nicht mehr bewirkt, als die schon bestehende Verschuldung weiter nach oben zu treiben – trotz der Wertschätzung von Prof. Sinn.

  3. Konnte nicht funktionieren, denn das über Fed und Regierung gefahrene Liquiditätsprogramm (QE 1, 2, 2,5 usw.) beachtete nicht, daß all das schöne Geld zu einem großen, wenn nicht überwiegenden Teil fehlallokiert wurde.
    - Im Housing kam nichts an, weil alles auf noch mehr Niedergang wartetet.
    - Hinzu kamen die unerwarteten Probleme beim Foreclosing, die am Ende flächendeckend in USA auftraten.
    - Es mußten Subprimer und aktuell bis zu fast 50% der labour force staatlich unterstützt werden, z.T. mit Billigjobs.
    - Produktion fand zunehmend in Asien statt – GDP stieg auch damit, BSP fiel.
    - Beschäftigung fiel weiter deutlich entgegen der geschönten Zahlen, wie die labour force participation rate deutlich zeigt. Sie ist am historisch niedersten Stand.
    - Das Fluten der Märkte führte zwar zu höheren Assetpreisen, jedoch nicht nachhaltig, sondern nur staatlich subventioniert. Stets dann, wenn QE neu angekündugt wurde, stieg die Börse in USA, die zuvor deutlich deutlich gefallen war und zog alle anderen mit.

    Wie immer: Stimulus erweist sich als Kumulus(wolke), Vorbote des Kälteeinbruchs.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s