Steffen Hentrich
Offene Briefe zur Klimapolitik sind keine Seltenheit. Zumeist fordern die Unterzeichner im Namen der Wissenschaft eine härtere Gangart in der Klimapolitik und eine drastische Verminderung der Treibhausgasemissionen. Auch auf diese Weise entstand in der Vergangenheit der Eindruck, dass die Debatte um den Klimawandel zu Ende wäre und offene Fragen nur noch das klimapolitische Prozedere beträfen. Doch nach Ansicht der sechzehn Wissenschaftler, die heute unter dem Titel “No Need to Panic About Global Warming” einen offenen Brief im Wall Street Journal veröffentlichten, gibt es keine wirklich überzeugenden Argumente für drastische Maßnahmen zur Vermeidung der industriellen Kohlendioxidemissionen.
Nach Ansicht der Autoren bröckelt der vermeintliche Klimakonsens von der Notwendigkeit einer Dekarbonisierung der Gesellschaft. Stattdessen würde ein große und wachsende Anzahl von Wissenschaftlern und Ingenieuren drastische Maßnahmen gegen die globale Erwärmung nicht für nötig halten. Erst im September letzten Jahres schied der Physiker und Nobelpreisträger Ivar Giaver unter Protest aus der Amerikanischen Physikalischen Gesellschaft (APS), weil man in dem Gremium zwar über die Fragen streiten dürfe, ob sich die Masse von Protonen im Zeitverlauf ändern würde oder wie sich ein Multiuniversum verhält, doch der vom Menschen verursachten globalen Erwärmung nicht mehr diskutabel sei. Dieser Dogmatismus würde inzwischen einer Vielzahl von Wissenschaftlern zu weit gehen und die Anzahl derer, die zum Lager der “Klimaketzer” gezählt werden, wachse von Jahr zu Jahr. Eine Fülle von wissenschaftlichen Fakten würde die Zweifel dieser Gruppe von Wissenschaftlern nähren.
Besonders unbequem sei die Tatsache, dass sich die globale Durchschnittstemperatur in den vergangenen zehn Jahren nicht mehr erhöht hat. Selbst dem klimawissenschaftlichen Etablissement sei dies bewusst, was man den Aussagen einzelner Wissenschaftler in den, als “Climategate” bekannten, an die Öffentlichkeit geratenen E-Mails von Klimaforschern entnehmen könne. Das es nicht wärmer wird, wundert allerdings nur jene Wissenschaftler, die ihren Modellen mehr als der Realität glauben und deshalb davon ausgehen, dass der geringe Treibhauseffekt des Kohlendioxids durch positive Rückkopplungen des Wasserdampfs in der Atmosphäre und der Wolkendecke wesentlich verstärkt würde.
Ein Jahrzehnt ohne Erwärmung und das Nichteintreten der Voraussagen des IPCC sind Grund genug an der Prognosekraft der Klimamodelle zu zweifeln. Sich dessen durchaus bewusst, würde man den Alarmismus inzwischen auf Extremwetterereignisse konzentrieren, in dem man so tut, als wäre jede Naturkatastrophe in unserem chaotischen Klimageschehen eine Folge zu hoher Kohlendioxidemissionen.
Hingegen sei Kohlendioxid alles andere als ein Schadstoff, vielmehr ein farb- und geruchloses Gas, das jedermann in hohen Konzentrationen ausatmet und von wesentlicher Bedeutung für das Funktionieren des biologischen Kreislaufs des irdischen Lebens ist. Nicht weiter verwunderlich sei die wachstumsfördernde Wirkung des Gases, wo doch Pflanzen und Tiere sich zu einer Zeit entwickelten, in der die Kohlendioxidkonzentration der Atmosphäre das Zehnfache des heutigen Wertes betrug. Neben dem Einfluss des Menschen auf die Wachstumsbedingungen unserer Nutzpflanzen, sei sicherlich auch ein Teil der Produktivitätsentwicklung in der Landwirtschaft auf die höhere Kohlendioxidkonzentration zurück zu führen.
Leider sei die Diskussionsatmosphäre in den Klimawissenschaften so vergiftet, dass junge Wissenschaftler kaum den Mut aufbringen würden ihre insgeheim geäußerten zweifel offen auszusprechen. Zu groß sei die Furcht vor dem Karriereknick und dem Entzug der öffentlichen Unterstützung der Forschungsarbeit. Das Beispiel des australischen Klimaforschers Chris de Freitas, der, weil er es als Editor der Fachzeitschrift Climate Research gewagt hatte einen politisch inkorrekten, aber fachlich richtigen und von Gutachtern bestätigten Artikel zu veröffentlichen, aus seinen Ämtern gedrängt werden sollte, zeige, dass diese Furcht nicht unbegründet ist.
Nach Ansicht der Wissenschaftler liegt ein Grund für die Vehemenz des Klimaalarmismus in der wirtschaftlichen Verflechtung vieler Akteure mit klimapolitischen Aktivitäten. Klimaalarmismus bietet Politikern einen Vorwand für zusätzliche Staatsausgaben, bringt mehr öffentliche Mittel für die Forschung ein, entschuldigt die Anhebung von Steuern und die Verteilung von steuerfinanzierten Subventionen solche Unternehmen, die den Umgang mit dem politischen Prozess für ihre Zwecke erlernt hätten. Nicht zuletzt sei die Aussicht auf die Rettung der Welt ein überzeugendes Argument gemeinnütziger Organisationen beachtliche Spendengelder einzuwerben.
Dennoch gäbe es keine überzeugenden Argumente für drastische Kohlendioxidminderungen. Selbst unter Akzeptanz der Voraussagen des IPCC verstoßen agressive Maßnahmen zur Kohlendioxidreduktion gegen die ökonomische Vernunft. So zeigte der Ökonom William Nordhaus kürzlich, dass eines der höchsten Kosten-Nutzen-Verhältnisse dann erreicht wird, wenn man für die nächsten 50 Jahre zunächst vollständig auf Klimaschutzmaßnahmen verzichten würde. Vor allem weniger entwickelte Länder würden davon profitieren, ließen sie doch viele der derzeitigen Probleme durch wirtschaftliches Wachstum lösen. Viele der heutigen Klimaschutzmaßnahmen brächten der Gesellschaft nur eine negative Rendite ein. Hingegen sei bei einer moderaten Erwärmung mit einem Nettonutzen für die Menschen auf diesem Planeten zu rechnen.
Insofern plädieren die Wissenschaftler in ihrem offenen Brief dafür die Wissenschaft ohne Scheuklappen darin zu unterstützen die klimatischen Zusammenhänge auf Basis von beobachtbaren Daten, erfasst mit modernen Beobachtungsinstrumenten im Orbit, an Land und in den Ozeanen, besser verstehen zu lernen. Je mehr wir das Klima der Erde begreifen würden, umso leichter würden wir mit der sich im stetigen Wandel befindlichen Natur umgehen können. Aus diesem Grund sollte ein großer Teil der derzeitigen privaten und staatlichen Investitionen in die Klimaforschung einer kritischen Neubewertung unterzogen werden. Politiker sind gut beraten, sich für rationale Maßnahmen zum Schutz und zur Verbesserung unserer Umwelt einzusetzen, doch sie sollten sich dabei stets bewusst sein, dass es wenig sinnvoll ist mit teuren, auf unbegründetem Alarmismus fußenden Maßnahmen die Ressourcen für die Beseitigung echter Probleme zu blockieren.
Der deutschen Regierung ist es doch völlig egal, was die angesehenen Wissenschaftler der Welt sagen.
Man hat seine Minister wie Niebel, die mit Steuergeld die Wissenschaftsverdrehung von Germanwatch fördern.
So fährt Germanwatch dann mit staatlicher Unterstützung seine argumentativen “Panzer” auf.
Nachzulesen im Germanwatch-Bericht zu Durban.
http://www.germanwatch.org/klima/c17res.pdf
Textauszug Seite 4:
“Damit ist sowohl das “Ende der Freiwilligkeit” eingeläutet als auch das Ende der Zeit, in der
Schwellenländer keine absoluten Begrenzungsverpflichtungen haben. Die Bewegung der
großen Schwellenländer in diese Richtung – insbesondere von China und Indien – verän-
dert die Klima-Geopolitik und hat das Potenzial, die USA und Kanada in die Defensive
zu bringen. ”
Und die Drohung an Kanada wegen des Ausstiegs Seite 10:
“Die Verweigerung von Importen von Öl, das aus Teersand mit seiner
katastrophalen Klimabilanz gewonnen wird, wäre Seitens der EU ein erster Schritt. Dies
ist auch en Lackmustest für die Europäische Wirtschaft. Sie hat immer ein rechtlich ver-
bindliches Abkommen mit möglichst globaler Beteiligung gefordert. Wenn nun ein Staat
dieses Prinzip mit Füßen tritt, gilt es, dem einen Riegel vorzuschieben.”
In welchem Zustand sich die Wissenschaft, die – sich mit dem Klima beschäftigt – ist, hat die Qualität der althergebrachten “Regenmacher” der Schamanen und Zauberer nicht verloren. Trotz aller technischen “Aufhübschung” spielt die Überzeugung definitiv die Hauptrolle. Die Überzeugung unserer Wissenschaftler als die modernen Schamanen in unserer Zeit, mit ihrem Gezänk wer nun Recht habe und wer von der Bevölkerung als echter Prophet geehrt werden müsse.
Dieser Kult, um das Wetter ist so alt wie die Menschheit und immer ein absoluter Evergreen geblieben, obwohl die längerfristige Wettervorhersage ein verfängliches Thema für Meterologen bleibt, das “Klima” besonders das in der “Zukunft” hat ein solch grandioses “wissenschaftlich-politisches” Wachstumspotenzial bewießen, das zigtausende davon partizipieren.
Instituten fließen Gelder zu und eine Klima-Konferenz-Karawane reist tagend – wie einst prassende Konzile – zu interessanten Tagungs- und (Urlaubs-) Orten, um sich für das nächste “Event” zu verabreden.
Das die “alten Hasen” in dem Geschäft als Profis, einfach nur mit irgend einem “Ticket” auf Tour sind, ist so offensichtlich wie unser tägliches Wetter, ganz unabhängig von dieser oder jener “Klima-Entwicklung” und das schon zu allen Erdzeiten, nicht erst seit sich Menschen selber im Wege stehen und ihre Mitmenschen beschuldigen Klimaänderungen auszulösen.
Fehlt nur noch, das Flugverbote nach Vulkan-Aschewolken die Anwort der vom Menschen gequälten Natur seien oder der böse Adel die französische Revolution erfuhr, nicht weil ein heftiger Vulkanausbruch zu größter Hungesnot und Revolten führte, sondern der here, feinsinnige Anspruch eine Demokratie zu gründen die Jakobiner antrieb, wegen der Brüderlichkeit, der Freiheit und Gleichheit, wo doch die Realität eine Orgie der Gewalt war.
Die Folgen der Biodiesel- und Ethanol-Wirtschaft sind gegenüber der Natur ein wirkliches Verbrechen, verursacht von den Mitgleidern der Klimakarawane.