Steffen Hentrich
Während von Umweltorganisationen eine Umweltkatastrophe nach der anderen durchs Dorf des globalen öffentlichen Bewusstseins getrieben wird und nach millionenschweren Werbekampagnen meist nicht viel mehr als Betroffenheit übrig bleibt, setzt sich in problemlösungsorientierten Kreisen mehr und mehr ein anderer Ansatz durch. Statt sich darauf zu beschränken mit dem Geld der Spender politischen Druck zu generieren, der Regierungen zumeist nur dazu motiviert Betroffenheit zu artikulieren und die Art der Lösungsansätze dem eigenen Machterhalt unterzuordnen, werden die finanziellen Mittel direkt zur Problemlösung eingesetzt.
Ein besonders prominentes Beispiel für diesen Pragmatismus ist das von der X-Prize-Foundation ausgelobte Preisgeld für eine wirksame Methode zur Beseitigung von Ölverschmutzungen in offenen Gewässern. Jetzt sind die Preisträger ermittelt worden und kommen in den Genuss des eine Millionen Dollar schweren Preises des Wendy Schmidt Oil Cleanup Challenge. Mit der von den Preisträgern der Firma gefundenen Methoden soll es möglich sein mehr als dreimal so viel ausgelaufenes Öl zu bergen, wie mit den Standardmethoden der Industrie bislang möglich ist.
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