Ein Hoch auf die Skepsis

Steffen Hentrich

Matt Ridley, Autor des kürzlich erschienenen Buches “Wenn Ideen Sex haben. Wie Fortschritt entsteht und Wohlstand vermehrt wird”, hielt kürzlich die Angus Millar Lecture (via Bishop Hill) an der Royal Society of the Arts in Edinburgh über die Notwendigkeit skeptischen Denkens in der Wissenschaft allgemein und in der Klimaforschung im Besonderen. Ausgehend von einigen Grundregeln des skeptischen Denkens entwickelt er eine Anleitung zur Beurteilung des aktuellen Standes der Klimaforschung. Mit einer Passage seiner Rede rennt er bei uns offene Türen ein:

Was ist das Problem? Das Problem ist, dass man alle grundlegenden Erkenntnisse der Klimaphysik anerkennen und trotzdem die Wahrscheinlichkeit einer katastrophalen Erwärmung für klein und unbedeutend einschätzen kann. Gleichzeitig steht zu befürchten, dass der Schaden der Klimapolitik bereits so groß ist, dass sich die Therapie als viel folgenreicher erweist als die Krankheit jemals an Unheil erwarten lässt. Man könnte auch sagen, wir legen uns eine Aderpresse um den Hals, um unser Nasenbluten zu stoppen.

Update: Auf dem ScienceSkepticalBlog gibt es eine deutsche Übersetzung des Vortrags.

Eine Antwort zu “Ein Hoch auf die Skepsis

  1. Generell läßt sich sagen, daß weniger Euphorie und mehr grundsätzliche Skepsis bei allem, was einem so über den Weg läuft, zur Eigenentwicklung beiträgt, was stets sachdienlicher ist in jeder Hinsicht und daher auch fremdnützig.

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