Alternativlose Haftungsunion?

Detmar Doering

Über die Jahre hat sich die EU zu einem immer mehr auf Umverteilen basierenden Gebilde entwickelt. Gleichzeitig wurde sie so weit erweitert, dass hohe Wohlstandsgefälle entstanden. Die Einführung des Euro hat dann die Anreize zu höherer Verschuldung nochmals verstärkt.

Sind jetzt die Haftungsunion und noch mehr Umverteilung unumgänglich. In dieser Studie stellt das Karl-Bräuer-Institut des Bundes der Steuerzahler fest, dass dem nicht so sein müsse: Schuldenschnitt mit Haftung der Gläubiger, eine geordnete Insolvenz, die Stärkung des No-bail-out-Prinzips und im Notfall sogar der Austritt von “Sündern” sind die Empfehlungen des Instituts.

Eine Antwort zu Alternativlose Haftungsunion?

  1. Meine Rede seit zwei Jahren: Haircut mit nationaler Währung.
    Das wird alles natürlich immer teurer, je länger man wartet – auch mit der unzutreffenden Behauptung, man benötige Zeit für die Entwicklung der Instrumente (EFSF, ESM), welche allein dazu dient, die Großgläubiger der PIIGS, vor allem Banken und Versicherer, vornehmlich in Frankreich, zu retten, was sonst systemische Folgen hätte.
    Zunächst ist das nichts anderes, als eine unbelegte Behauptung.
    Und zweitens ließe sich ein solches Dilemma mit der national differenziert durchgeführten Zwangsrefinanzierung unter Staatsbeteiligung der betroffenen Institute eleganter und auch billiger auf Dauer regeln – unter Einbußen bei Aktionären und all den anderen Finanziers der Banken, bis auf die kleinen Einleger, die ohnehin fast überall geschützt sind.
    DAS wäre eine sinnvolle Selbstbeteiligung der Wirtschaft.
    Haftungsunion: Pustekuchen!
    Das wollen nur die, welche das Durcheinander zu eigenem Nutzen befördern möchten, vor allem auch all die bislang stets unbedeutenden und überflüssigen Brüsseler “Spitzen”.

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