Gérard Bökenkamp
Auf dem Blog Wirtschaftliche Freiheit hat der Ökonom Jan Schnellenbach auf die desaströsen Folgen, die Eurobonds hätten, aufmerksam gemacht. Der Grundfehler der Verteidiger von Eurobonds besteht darin, dass sie von einer mechanischen Sichtweise ausgehen und die politische Dynamik unterschätzen, die ein gemeinsamer Zinssatz für die gesamte Eurozone zur Folge hätte:
„So ist man dann doch erstaunt, wenn man liest, daß Robert von Heusinger in der Frankfurter Rundschau argumentiert, daß das Zinsniveau von Eurobonds sich auf dem deutschen Niveau einpendeln wird, für Deutschland also gar keine Mehrkosten entstehen werden. Er macht, völlig klischeehaft, den Fehler, den schon Generationen keynesianischer Saldenmechaniker gemacht haben und blendet die politischen Anreizprobleme einfach aus.
Eurobonds werden für Deutschland sehr teuer. Es mag sein, daß es erstmal auf einem niedrigen Zinsniveau losgeht, hinreichenden und überschießenden Optimismus der Anleger vorausgesetzt. Aber der Vertrauensverlust in die noch zu schaffenden Institutionen wird eher früher als später einsetzen, wenn die Schuldenstandsquoten der üblichen Verdächtigen sich wieder eher verschlechtern als verbessern. Denn eines ist sicher: die neuen europäischen Spielregeln werden so dysfunktional wie die alten. Mindestens.“
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