Jan Schneider
Schulden, Schulden und noch mehr Schulden. Der Schuldenstand der USA betrug schon im Mai 2011 $14,3 Billionen. Durch ‘extraordinary measures’ wurde ein formaler Zahlungsausfall aber noch, so das Finanzministerium, bis zum 2. August hinausgezögert. Dann gibt es wirklich kein Geld mehr. Jetzt kann man in der Presse lesen, manche Experten seien der Ansicht, die USA hätten noch für eine weitere Woche Geld. Republikanische Hardliner glauben gar, durch weiteres Einkommen gäbe es keinen drastischen Zahlungsausfall oder jedenfalls nicht in den nächsten Wochen. Wie nun die Fakten genau aussehen – der normale Leser weiß es nicht. Woran jedoch kein Zweifel besteht, ist der gigantische Schuldenberg, den die USA angehäuft haben.
Das Bruttoinlandsprodukt belief sich 2010 auf $14,66 Billionen. Das ergibt rein rechnerisch einen Schuldenstand vom 97%. Das ist gewaltig. Wären die USA nicht die führende Wirtschaft in der Welt mit einem zur Weltwährung avancierten Dollar, wären sie schon längst eine bankrotte Nation. Allein seit dem Jahr 2000 musste der US Congress den Grenzwert der Staatsschulden zehnmal anheben. Der Grenzwert, der erstmals 1917 eingeführt wurde, ist längst zu einer Karikatur geworden. Auch den aktuellen Wert wird man hochschrauben. Angesichts der finanziellen Problematik bleibt sowohl den Demokraten, die ohnehin nichts dagegen haben, als auch den Republikanern keine andere Möglichkeit. Weiterlesen →