Monatsarchiv: Mai 2011

Wetten, dass der Klimawandel..?

Steffen Hentrich

Es verspricht wieder einmal spannend zu werden, auch wenn die Wette zwischen Donald Boudreaux und Roger Pielke Jr. uns für längere Zeit auf die Folter spannen wird. Der Ökonom Boudreaux reagierte auf die zunehmenden Horrorszenarie über den mutmaßlichen Zusammenhang von Klimawandel und Naturkatastrophen mit seiner optimistischen Sicht der Dinge und schlug eine Wette vor, nach der er 10.000 US-$ zahlt, wenn im Zeitraum von 2011 bis 2030 die durchschnittliche Zahl der Todesfälle durch Tornados, Hurrikans und Flutkatastrophen in den USA über den Vergleichszahlen der  Periode 1991 und 2010 liegen sollten. Roger Pielke Jr., überzeugt davon, dass die Vulnerabilität der Bevölkerung gegenüber diesen Naturereignissen allein aufgrund wachstumsbedingter Effekte zunehmen dürfte, ist auf die Wette eingegangen. Werden die Menschen sich in den nächsten Jahren erfolgreich an Naturkatastrophen anpassen können oder wollen sie es sich leisten, den Naturgewalten ohne zu reagieren sprichwörtlich auf den Leim zu gehen. Topp, die Wette gilt..

(Fast) Alles über Freiheit

Detmar Doering

Freiheit, ist das überhaupt noch ein Thema? Manchmal wird der Eindruck erweckt, die liberale Agenda sei entweder bereits im wesentlichen realisiert oder sie sei gefährlich, wenn man damit zu weit ginge.

Tatsächlich spüren wir aber immer mehr: Freiheit geht wieder scheibchenweise verloren. In fast allen Politikfeldern.

In einem vom Adam-Smith-Institute herausgegebenen Sammelband  hat Richard Wellings eine Reihe prominenter Autoren zusammengerufen, die auf allen möglichen Politikfeldern den Nutzen von Freiheit demonstrieren: Steuern, Bürgerrechte, Inflation, Drogen, Wohlfahrtsstaat und vieles mehr sind die Stichworte. A Beginner’s Guide to Liberty heißt der Band, der hier komplett als pdf eingestellt ist.

Nicaragua: Demokratie am Abgrund

Detmar Doering

Auch kein wirklich lupenreiner Demokrat…

Nicaraguas linker Präsident Daniel Ortega ist nicht der Typ, der freiwillig seine Macht wieder abgibt, selbst wenn er dabei undemokratische Mittel zu ihrem Erhalt einsetzen musss.

Dass es gefährlich ist, gegen ihn anzutreten, erfahren Oppositionelle immer wieder am eigenen Leibe. Und wie üblich steht Ortega, der ehemalige kommunistische Guerillaführer, im Solde von Hugo Chavez, des Ölgelder zunehmend große Teile Lateinamerika destabilisieren.

(Bild: www.kremlin.ru)

Dänen lügen nicht?

Detmar Doering

Niedrige Steuern  - ein Thema von gestern? Die liberal geführte Regierung Dänemarks hat sie versprochen und nicht gelogen. Das Land hat heute die niedrigsten Einkommensteuerraten seit den 70er Jahren. Ein kleiner Wermutstropfen dabei sei allerdings die Tatsache, dass andere Steuerarten empfindlich stiegen, kommentiert Jacob Braestrup vom dänischen Industrieverband.

Schuld ist das Spielzeug?

Detmar Doering

Ob es um das Ü-Ei oder das Happy-Meal geht – die Beigabe von kleinen Spielsachen zum Einkauf einer Mahlzeit hat in letzter Zeit den Argwohn vieler Gesetzgeber geweckt. So etwas gehöre verboten, weil es die Fettsucht unter Kindern fördere.

Mama, macht das Spielzeug mich wirklich fett?

Aber an dieser Logik kann man auch Zweifel haben. Wird hier nicht über Gebühr Freiheit eingeschränkt? Und selbst wenn man das in Kauf nimmt, erreicht man damit, was man erreichen will?

Die Ursachen für verbreitete Fettleibigkeit sind nämlich, kommentiert Julie Gunlock vom amerikanischen Independent Women’s Forum, bestimmt nicht in der Spielzeugbeigabe zu suchen. Deshalb werden Verbote letztlich ins Leere greifen. Stattdessen werden „unbeteiligte“ bevormundet, das Essen verteuert und ein ein wenig Spaß genommen.

Der Tanz um den heißen Biobrei

Steffen Hentrich

Auffällig bei der Berichterstattung über die EHEC-Fälle und ihre Ursachen in den Medien ist die nebulöse Art mit der man versucht nach den Quellen der Infektion zu suchen. Statt das Kind beim Namen zu nennen und darauf hinzuweisen, dass vor allem durch die in der Biolandwirtschaft verbreiteten organischen Düngemittel gefährliche Keime auf das Gemüse gelangen können, weil uns die Natur eben nicht lieb hat, wird wieder zu einer Breitseite gegen die industrielle Landwirtschaft und den Einsatz von Düngemitteln und Pflanzenschutzmitteln per se gegriffen. Der Verdacht gegen Biolebensmittel, Gegenstand weltanschaulicher Obsession des sich progressiv dünkenden Wohlstandsdeutschen, soll offenbar gar nicht erst aufkommen. So etwa in einem Artikel aus der Berliner Morgenpost, in dem, völlig aus dem Zusammenhang gerissen, der Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln, ohne nähere Spezifizierung der eingesetzten Substanzen, verteufelt wird. Derartige Berichterstattung trägt kaum zur Aufklärung der Bevölkerung bei. Ganz im Gegenteil bewirkt sie eine Verunsicherung, die erst recht Chaos auf den Tellern anrichten kann.

Eigentum und Recht und Freiheit

Detmar Doering

Unter Menschenrechtsaktivisten ist in den letzten Jahren der Antikapitalismus in Mode gekommen. Deshalb wird in der Menschenrechtspolitik das Recht auf Eigentum – obwohl in der allgemeinen Menschenrechtserklärung von 1948 klar festgeschrieben – nur noch mit einem geringen Stellenwert bedacht. Das ist falsch, meint Jacob Mchangama (Universität Kopenhagen) in diesem Beitrag für das Cato Institute. Das Recht auf Eigentum sei ein essentielles Freiheitsrecht und sein sozialer Nutzen läge auf der Hand.

Enrichissez-vous!

Detmar Doering

Enrichissez-vous – Bereichern Sie sich! Das soll das Motto der von Korruption duchtränkten Regierungszeit des französischen „Bürgerkönigs“ Louis-Philippe gewesen sein, der von 1830 bis zur Revolution von 1848 regierte. Politik als Mittel, die Gier der Gierigen zu befriedigen, die Umverteilung von unten nach oben zu betreiben – das ist nicht das Merkmal dieser Regierungszeit alleine.

Schaut man sich heute das Abgreifen von Fördertöpfen, die Hintanstellung von Landschaftsschutz durch selbsternannte Öko-Apostel, die sich nun an der „erneuerbaren Energie“ die goldene Nase verdienen, dann sieht man, dass sich die Zeiten kaum geändert haben. Wettbewerb und Leistung werden zugunsten von Privilegien für die Begüterten und zu Lasten der kleinen Normalsteuerzahler verdrängt. Darüber empört sich Günter Ederer in der Fuldauer Zeitung.

Das Ende der Schlachthöfe?

Detmar Doering

Gehören solche Szenen bald der Vergangenheit an?

Im Labor kultiviertes Fleisch aus der Petri-Schale könnte bald nahrhaft und wohlschmeckend sein. Landverbrauch und andere Schädigungen der Umwelt könnten drastisch minimiert sein.

Die Wissenschaft, so scheint es, ist auf dem besten Wege dies zu realisieren. Das könnte auch manchen Vegetariern Fleisch ohne schlechtes Gewissen schmackhaft machen.

Die Ära der Schlachthöfe wäre zu Ende. Was bliebe, wäre Genuss ohne jegliche Reue…

Naturrechtliche Kritik am imaginären Eigentumsrecht

Steffen Hentrich

Im Zeitalter des Internets und der billigen Kopie stoßen imaginäre oder intellektuelle Eigentumsrechte immer mehr an die Grenzen ihrer Praktikabilität. Doch nicht nur das, diese Art von Eigentumsrechten ist auch aus wohlfahrtstheoretischer Perspektive kaum zu begründen. Die Vertreter der österreichischen Schule der Nationalökonomie Hans-Hermann Hoppe und Stephen Kinsella haben ihre Kritik am Konzept der intellektuellen Eigentumsrechte aus naturrechtlicher Perspektive formuliert, die jetzt für jeden frei lesbar auch in deutscher Sprache vorliegt.

Journalisten als Steigbügelhalter der Grünen

Steffen Hentrich

Für Medienexperten ist der Erfolg der Grünen kein Wunder. Sie bedienen sich einer Armee von Journalisten, die Deutschlands Massenmedien zur Plattform ihrer privaten rot-grünen Weltanschauung machen. So auch beim Thema Atomausstieg, wie das christliche Medienmagazin Pro in Bezug auf eine Studie der Berliner Professorin Magreth Lüneborg schreibt:

Wenn die grüne Partei unter deutschen Journalisten die mit Abstand stärkste Attraktivität und eine „rot-grüne“ Anti-Atom-Haltung eine Zweidrittel-Mehrheit in deutschen Redaktionen besitze, dann sei die im internationalen Vergleich erstaunliche Betriebsamkeit der deutschen Redaktionen beim Thema „Kernenergie“ keine Überraschung.

Auch der Kommunikationsforscher Hans Matthias Kepplinger meint, dass der Höhenflug der Grünen „aber auch die Folge der Machtverhältnisse zwischen Medien und Politik sowie ein Triumph der im Journalismus dominierenden Weltsicht“ sei.

Kommunales Wunder!

Detmar Doering

In immer mehr Städten und Kommunen – Hamburg sei als Beispiel genannt – gibt es Initiativen, dass die öffentliche Hand die Energienetze rekommunalisieren möge. Dann habe man schließlich schnell billigere Energie, die zudem auch noch ökologisch nachhaltig sein solle. Der Staat als Unternehmer scheint nun zur Zauberformel erklärt worden zu sein. Sebastian Schröer vom HWWI nimmt sich dieses kuriosen Falls von Wunschdenken genüsslich an.