Klimaalarmismus: Was nicht paßt wird passend gemacht

Steffen Hentrich

Lange haben wir nicht warten müssen, bis die ewigen Warner vor der Klimakatastrophe die Tornadoserie in den USA zum Anlass nehmen, einen Zusammenhang zwischen dieser Naturkatastrophen und der alarmistischen Sichtweise des Klimawandels herzustellen. So berichten etwa die “Klimaretter” über die Ereignisse in den USA und ergänzen hierzu mit den üblichen apokalyptischen Worten:

Klimatologen warnen, dass die Erderwärmung wesentlich häufiger zu extremen Wetterereignissen führen wird, etwa Starkregen, starke Stürme oder Dürren. Physikalisch zu begründen ist dies damit, dass warme Luft wesentlich mehr Energie und Wasser speichert als kühlere.

Zwar wirkt diese Aussage im Text irgendwie angehängt, weil der Zusammenhang zwischen den Tornadoserien und dem Klimawandel nicht explizit formuliert wird, doch bezweckt der Allgemeinplatz über Extremwetterereignisse und Klimawandel nichts anderes, als einen Zusammenhang zu konstrurieren.

Doch tatsächlich gibt es diesen Zusammenhang nicht. Ganz im Gegenteil, wie Klimaforscher Roy Spencer, selbst von der Naturkatastrophe und deren Folgen im Bundesstaat Alabama betroffen, auf seinem Weblog beschreibt:

Tornadic thunderstorms do not require tropical-type warmth. In fact, tornadoes are almost unheard of in the tropics, despite frequent thunderstorm activity.

Instead, tornadoes require strong wind shear (wind speed and direction changing rapidly with height in the lower atmosphere), the kind which develops when cold and warm air masses “collide”. Of course, other elements must be present, such as an unstable airmass and sufficient low-level humidity, but wind shear is the key. Strong warm advection (warm air riding up and over the cooler air mass, which is also what causes the strong wind shear) in advance of a low pressure area riding along the boundary between the two air masses is where these storms form.

But contrasting air mass temperatures is the key. Active tornado seasons in the U.S. are almost always due to unusually COOL air persisting over the Midwest and Ohio Valley longer than it normally does as we transition into spring.

It is well known that strong to violent tornado activity in the U.S. has decreased markedly since statistics began in the 1950s, which has also been a period of average warming. So, if anything, global warming causes FEWER tornado outbreaks…not more. In other words, more violent tornadoes would, if anything, be a sign of “global cooling”, not “global warming”.

Anyone who claims more tornadoes are caused by global warming is either misinformed, pandering, or delusional.

Update: Die amerikanische NOAA beschreibt den zunehmenden Trend der Häufigkeit von Tornados als statistisches Artefakt und zeigt auf, dass die Anzahl besonders starker und zerstörerischer Tornados seit den fünfziger Jahren eher abgenommen hat.

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