Detmar Doering
Dass die Armen immer ärmer, die Reichen immer reicher, und dass die Mittelschicht verschwände – das sind heutzutage schon fast unhinterfragt akzeptierte Glaubenssätze der Linken. Die “Soziale Gerechtigkeit” gehe vor die Hunde.
Natürlich, so müsse hinzugefügt werden, sei der Neoliberalismus schuld, der ja ganz offenkundig den Staat zum fast völligen Verschwinden gebracht habe.
So verkündete es auch kürzlich die vom DIW veröffentlichte Studie zur Einkommensungleichheit in Deutschland. Klaus Schröder, Sozialwissenschaftler an der Freien Universität in Berlin, hat sich im Deutschlandradio Kultur der Sache einmal kritisch angenommen. Hier die akustische Version und hier die Textzusammenfassung.
Fazit: “Geradezu absurd ist die Forderung, die Wohlhabenden stärker zu besteuern, hierunter fassen die DIW-Forscher alle Personen, die mehr als knapp 2.000 Euro netto verdienen. Hierdurch würden nur die getroffen, die ohnehin die Last des sozialen Umverteilungsstaates tragen, unter ihnen viele Durchschnittsverdiener. Die wirklich Reichen können da nur lachen.”