Steffen Hentrich
Der Mythos von der Zerstörung als Motor wirtschaftlicher Entwicklung ist auch mehr als 150 Jahre nach dem Erscheinen von Frederic Bastiats berühmter Parabel vom zerbrochenen Fenster nicht aus der Welt zu schaffen. Gerade in letzter Zeit wieder populär gewordene Ökonomen wie John Maynard Keynes oder sein geistiger Nachfahre Paul Krugman haben diese Legende weiter genährt. Ein Grund mehr für Tom Palmer vom Cato-Institute Bastiats Geschichte noch einmal zu erzählen. Das Filmchen sei nicht nur für kleine Kinder mit etwas zu stark ausgeprägter Zerstörungswut beim Spielen empfohlen, sondern vor allem für Politiker, die sich konjunkturpolitische Instrumente wie die Abwrackprämie ausdenken.
Lesen Sie zur Debatte über den Krieg als volkswirtschaftlicher Nachfrageimpuls unbedingt “Depression, War and Cold War – Challenging the Myths of Conflict and Prosperity” von Robert Higgs. Kaum ein anderer Autor ist in der Lage den Mythos vom Zweiten Weltkrieges als Weg aus der Weltwirtschaftskrise so empirisch fundiert in das Reich der Legenden zu verbannen.