Steffen Hentrich
Mit einer packenden Enthüllungsstory geht die Süddeutsche Zeitung heute an die Öffentlichkeit. Die zunehmende Skepsis gegenüber der europäischen und deutschen Klimaschutzpolitik, aber auch gegenüber den immer apokalyptischer werdenden Interpretationen der Klimaforschung, würde nun auch nach Deutschland getragen und zwar von dem kleinen Jenaer Institut EIKE, dass ja eigentlich kein Institut, sondern nur eine von den Ölmultis finanzierte Briefkastenfirma sei. Dort würde man auch keinen riesigen Stab von Klimaforschern beschäftigen, nein, nur einige Ingenieure säßen im Fachbeirat. Und zu allem Überfluss stolpere man überall auf Verbindungen zur „rechten Szene“ und meint damit die in linken Kreisen als rechts-konservativ geltenden Free-Market-Organisationen wie etwa CFACT Europe, das amerikanische Heartland-Institute oder das britische International Policy Network (IPN). Ihnen gemein sei die Finanzierung durch internationale Konzerne, die ihr Geld vornehmlich mit der Förderung und Vermarktung von fossilen Rohstoffen verdienten.