Monatsarchiv: Dezember 2009

Ein glückliches Jahr 2010…

… wünscht Ihnen das Liberale Institut der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit.

Im (Fein-)Staub der Sterne

Von Steffen Hentrich

Auch zu diesem Jahreswechsel warnt das Umweltbundesamt wieder vor einem drastischen Anstieg der Feinstaubbelastung durch Silvesterfeuerwerk. Innerhalb weniger Stunden rund um den Jahreswechsel steigen die Feinstaubwerte in der Umgebungsluft (PM10) auf bis zu 4.000 Mikrogramm pro Kubikmeter oder das 80-fache des Tagesgrenzwertes an. Was Ihnen bisher nur in der Nase stach, die Tränen ins Auge trieb und leichte Hustenanfälle verursachte bekommt der gute Deutsche jetzt auch amtlich bestätigt: Silvester feiern ist ungesund! So wie ausgelassene Vergnüglichkeit im allgemeinen etwas Anrüchiges hat. Aber das haben wir ja auch bisher schon gerochen.

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Die Freiheitsbücher der Dekade

Von Steffen Hentrich

Im Rückblick auf das vergangene Jahrzehnt haben 22 liberale Denker für die Atlas Economic Research Foundation die zehn wichtigsten Bücher für die Freiheit gekührt. Im Rückblick gab diese Dekade, geprägt durch eine sich ausweitende Staatstätigkeit und wenig Respekt vor den Idealen der Freiheit, des freien Austauschs und der Besinnung auf wenige Kernaufgaben des Staates, eine Menge Stoff für Bücher, deren Ziel es war den existenziellen Wert der Freiheit aufzuzeigen. Hier sind die Gewinner:

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Mehr Dinosaurier braucht das Land!

Von Steffen Hentrich

Das Eintreten für einen guten Zweck ist eine feine Sache. So auch das Umweltengagement. Doch problematisch wird dieses Engagement, wenn es zu einer fixen Idee wird, bei der sich die Mittel zu seiner Erreichung vom eigentlichen Ziel abkoppeln. Das auch deutsche Umweltorganisationen dieser Falle nicht aus dem Weg gehen, zeigt sich an der diesjährigen Umweltpreisverleihung des „Dinosaurier des Jahres“ an den Münchener Wirtschaftsforscher Hans-Werner Sinn durch den Naturschutzbund Deutschlands (Nabu). Der hatte im vergangenen Jahr mit seinem Buch „Das grüne Paradoxon“ zum Frontalangriff auf die hierzulande sehr beliebte Symbolpolitik gegen den Klimawandel geblasen und war damit voraussehbar in Ungnade bei Umweltschützern gefallen.

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Rationalisierung als Ersatz für die fehlenden Enkel?

Von Gérard Bökenkamp

Zuerst die Fakten: Da die Geburtenrate seit bald vierzig Jahren unter der Reproduktionsrate liegt, aktuell bei 1,4 Geburten pro Frau, und gleichzeitig die Lebenserwartung steigt, schrumpft und altert die deutsche Bevölkerung. Die gängigen Prognosen des Statistischen Bundesamtes und der Vereinten Nationen gehen von einem Rückgang der Einwohnerzahlen bis zum Jahr 2050 auf 69 bis 75 Millionen aus. Selbst wenn die Geburtenrate einen Sprung machen würde, würde das heute nicht mehr viel ändern. Bei den Schätzungen ist eine Einwanderung von 100.000 bis 200.000 Personen im Jahr bereits eingerechnet. Die Phase, in der dieser Trend durch eine höhere Geburtenrate abgefangen worden wäre, ist vorbei.

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Sind Klimaforscher unfehlbar?

Von Gérard Bökenkamp

John Stuart Mill schrieb in seiner Abhandlung „Über die Freiheit“: „Wenn man sich weigert, eine Meinung anzuhören, weil man sie von vornherein für falsch hält, so bedeutet dies, dass man sich anmaßt, die eigene Gewissheit für eine absolute Tatsache zu halten. Jedes Unterbinden einer Erörterung ist eine Anmaßung von Unfehlbarkeit.“

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Mehr Energiesicherheit durch Förderpolitik?

Von Steffen Hentrich

Die Förderung erneuerbarer Energieträger wird immer wieder als Beitrag zur Erhöhung der deutschen Energiesicherheit gepriesen. Wind, Wasser und Bioenergie sollen das Land unabhängiger von Energieimporten aus politisch unberechenbaren Lieferländern machen. Ein Aufsatz in der vom amerikanischen Think Tank Cato-Institute herausgegebenen Zeitschrift Regulation (Fall 2007) nimmt allerdings den großen Hoffnungen, die in die Nutzung von Bioethanaol zur Kraftstofferzeugung gesetzt werden, einigen Wind aus den Segeln.

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Drohen uns Klimakriege?

Von Steffen Hentrich

Der Klimawandel wird in Wissenschaft und Politik inzwischen nicht nur als Bedrohung für die menschliche Umwelt, sondern auch als Sicherheitsrisiko gesehen. Gängige Theorien in der geistigen Tradition von Thomas Malthus gehen dabei davon aus, dass die vom Klimawandel verursachte Verknappung natürlicher Ressourcen zu gewaltsamen Verteilungskämpfen führt und das bereits heutige regionale Konflikte mit dem Klimawandel in kausalem Zusammenhang stehen.

Eine etwas andere Sichtweise legt eine aktuelle norwegische Studie nahe. Die Wissenschaftler stellten fest, dass in jüngerer Vergangenheit gerade dort wenige gewaltsame Konflikte ausgetragen wurden, wo natürliche Ressourcen einer wirtschaftlich besonders intensiven Nutzung ausgesetzt waren. Ressourcenknappheit stellt demnach zwar ein potentiell konfliktverstärkendes Problem, jedoch nicht den Auslöser von politischen und sozialen Krisen dar. Forschungen der Ressourcen- und Institutionenökonomik deuten seit langem darauf hin, dass die Knappheit von Ressourcen nur unter den Bedingungen ungesicherter Eigentumsrechte und schwachen sowie korrupten politischen Institutionen kurzsichtige Verteilungskämpfe provoziert. Der auf dem Schutz individueller Freiheit und Privateigentums basierenden Entstehung von Märkten und einem produktiven Austausch von Gütern fehlt die notwendige institutionelle Basis. Nach dieser Lesart der Problemlage käme dem Klimaschutzpolitik auch weniger die Aufgabe der Beseitigung bis heute nicht klar ausgemachter menschenverursachter Klimabedrohungen (Treibhausgase) zu, sondern die Schaffung der institutionellen Voraussetzungen für eine langfristig stabile wirtschaftliche Entwicklung.

Anmerkung: Dieser Eintrag ist in leicht veränderter Form dem früheren, inzwischen nicht mehr aktualisierten Weblog des Autors entnommen.

Alle sind unterprivilegiert – Die letzten Lücken im Super-Nanny-Staat werden geschlossen

Von Detmar Doering

„Die Mitarbeiter des ersten Referats für Jungenförderung haben ihre Büros bezogen.“ so heißt es in einem Artikel, der just im „Tagesspiegel“ erschien.

Dass das weibliche Geschlecht schon seit Urzeiten unterprivilegiert und diskriminiert wird, wussten wir ja bereits. Für Abhilfe sorgen deshalb Frauenreferate, Frauenbeauftragte in Betrieben, Gleichstellungstellen, Gender-Mainstreaming, Quoten und eine umfassende Förderung von Frauenforschung mit emanzipatorischem Einschlag.

Jetzt hat man herausgefunden, dass auch die Männer eigentlich ja von Geburt an kaum besser dran sind. Weiterlesen

Warnung: Bitte löschen Sie die Kerzen auf Ihrem Weihnachtsbaum!

Von Detmar Doering

Wer sein Weihnachtsfest sorgenfrei verbringen will, hat anscheinend den Ernst der Lage nicht begriffen. Ob Wachskerze oder die elektrische Imitation derselben – tragen sie nicht auch zum Klimawandel bei?

Aber auch diejenigen, die sich angesichts des Wintereinbruchs über ein paar Grad mehr nicht beklagen würden, sollten sich beunruhigt fühlen, wenn sie die folgende Erklärung der Leibniz-Gemeinschaft lesen, die kürzlich in den Computer flatterte… Weiterlesen

Grüne Bescherung: Klimafreundliche Weihnachten mit dem Biobaum aus der Region

Von Gérard Bökenkamp

Dunkle Wolken ziehen am Horizont auf und diese Wolken sind aus CO2. Nachdem die Staatsmänner (und Frauen) dieser Welt in Kopenhagen bei der Rettung der Erde versagt haben, ist es jetzt an jedem einzelnen Bürger, seinen Beitrag zu leisten. Henrike Roßbach erklärte in FAZ der  wie schon Weihnachten zu einem klimaneutralen Fest werden kann – mit dem Biobaum und der Bioente aus der Region. Besonders kritisch sieht es aber mit verschenktem Spielzeug aus. Denn Spielzeug kommt zu großen Teilen aus Fernost. Die langen Transportwege verschlechtern die Klimabilanz erheblich.  Wieder einmal gibt Greenpeace auf dieses Problem die ökologisch richtige und moralisch klare Antwort. Die Umweltorganisation rät: Weniger schenken. Denn schon die Kleinsten können lernen, dass der ökologische Umbau Opfer kostet. Das wird dann eine grüne Bescherung

Klimakonferenzbericht IV: Klimapolitik zwischen Ignoranz und Aktionismus

Fortsetzung des Berichts von der zweiten internationalen Klimakonferenz in Berlin

Von Steffen Hentrich

Jewgeni Volk, vom Moskauer Büro der Heritage Foundation, läutete den eher politisch orientierten Teil der Tagung mit einem Vortrag über die Perzeption der These des anthropogenen Klimawandels in Russland ein. Nach seiner Beobachtung schenken die Russen, wie viele andere Menschen in Entwicklungsländern, dem Klimawandel generell weniger Aufmerksamkeit. Aus diesem Grund setze auch die russische Regierung andere politische Prioritäten als viele entwickelte Industriestaaten in der EU.

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