Von Steffen Hentrich
Das Online-Umweltmagazin „Wir Klimaretter“ berichtete am Wochenende unter dem Titel „Von der Freiheit, den Klimawandel zu leugnen“ mit deftiger Kritik über die Einladung des Liberalen Institut der Friedrich Naumann Stiftung für die Freiheit zu einer gemeinsamen klimawissenschaftlichen Tagung mit dem Institut für Unternehmerische Freiheit, dem Europäischen Institut für Klima und Energie (EIKE), dem Committee for a Constructive Tomorow (CFACT) und dem Bund der Freiheit der Wissenschaft. Tatsächlich, das Liberale Institut ist Mitveranstalter eine Tagung zu einem kontroversen Thema, dem Klimawandel und seinen anthropogenen Ursachen, dessen Debatte von der einen Seiten ad acta gelegt worden ist, von Kritikern aber nach wie vor für dringend notwendig gehalten wird. Schließlich wird gerade vor der Klimakonferenz in Kopenhagen deutlich, dass klimapolitische Maßnahmen nicht nur Krisenfallschirm, Innovationsmotor und Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für die Umwelt- und Solarindustrie sind, sondern für den Rest der Welt reale Kosten und sinkenden Lebensstandard verursachen. Es ist nicht zu leugnen, das sich die Menschheit an klimatische Veränderungen ebenfalls nicht ohne den Gürtel enger zu schnallen anpassen kann, doch ist es mitnichten unstrittig, ob Prämissen und Maßnahmen der Vertreter der menschenverursachten Klimakatastrophe die Menschheit wirklich vor diesem Problem bewahren. Ganz im Gegenteil, es gibt gut begründete Einwände, vor allem von Naturwissenschaftlern und Ökonomen, dass hier im Namen der Rettung der Menschheit etwas übers Ziel hinaus geschossen werden soll.
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