Pax Democratica

Detmar Doering

Schon 1795 formulierte Immanuel Kant die These, dass die demokratische Staatsform ein probates Mittel auf dem Weg zum “ewigen Frieden” sei. Aber hält diese philosophische Theorie auch dem Praxistest stand? Umfassende empirische Untersuchungen, so stellt Michael Shermer in diesem Beitrag für den Scientific American fest, unterstütze die Kantsche These. Demokratien (vor allem Demokratien untereinander) reduzieren die Wahrscheinlichkeit von Kriegen dramatisch.

Tunesiens Weg zur Demokratie: Ein Hoffnungsträger mit Sorgen!

Ralf Erbel

Seit den Morgenstunden liegen die vorläufigen Wahlergebnisse der Parlamentswahlen in Tunesien vor. In dem nordafrikanischen Land haben sich säkulare Kräfte gegen die im Jahr 2011 noch siegreichen Islamisten durchgesetzt. Tunesien bleibt Hoffnungsträger in der Region, doch zur Euphorie besteht kein Anlass!

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Ukraine: Neue Werkhowna Rada nur Anfang vom Ende der Krise

Miriam Kosmehl

Die ukrainischen Wähler haben bei der vorgezogenen Parlamentswahl rund ein Jahr nach dem Beginn ihrer Freiheitsrevolution Parteien vorgezogen, die sich als „proeuropäisch“ einstufen. Wie ist der Erfolg dieser Parteien zu bewerten, wie ihre Reformfähigkeit einzuschätzen?

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Präsidentschaftspoker mit hohen Einsätzen

Raimar Wagner

Der Machtpoker in Rumänien ist in vollem Gange. Während das Land vom größten Korruptionsskandal seit Jahren erschüttert wird, mischt sich der amtierende Präsident Basescu verfassungswidrig massiv in den Wahlkampf ein. Die beiden führenden Kandidaten liegen in den Umfragen nahe beieinander.

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Energiewende als ruinöser Wettbewerb

Steffen Hentrich

Mit der Energiewende bekommt der aus der Preistheorie kommende Begriff der ruinösen Konkurrenz eine ganz neue Bedeutung. Was in der Marktwirtschaft relativ harmlos ist und sich zumeist von selbst erledigt, ohne das der Staat wirklich eingreifen müsste, wächst sich mit der Energiewende in anderer Form zu einem volkswirtschaftlichen Desaster aus: der unkontrollierte, von Dauersubventionen abgefederte Installationswettbewerb der erneuerbaren Energien. Welche Konsequenzen damit verbunden sind beschreibt der Wirtschaftsjournalist Alexander Wendt gegenüber dem Weblog Energieheld.

Jute oder Plastik?

Detmar Doering

Die Plastiktüte ist vielen Umweltbewegten ein Dorn im Auge. Lieber Jute als Plastik, heißt es. Deshalb wird die Forderung nach einem Verbot immer lauter. In einigen Ländern gibt es die schon – so in Kalifornien. Dort hätte sich erwiesen, so schreibt Lance Christensen (Reason Foundation) hier, dass dadurch ein nicht zu unterschätzender ökonomischer Schaden entstehe. Mehr noch: Der Umwelt nutze das Ganze kaum, denn der Ressourcenverbrauch für das Reinigen von Stofftüten (wahre Bakterienherde!) sei enorm.

Die Liberalen im Ersten Weltkrieg

Jürgen Frölich

Die „europäische Urkatastrophe“ des Ersten Weltkrieg (G. F. Kennan) hat auch die Entwicklung des gesamten Liberalismus stark beeinflusst. Aus Anlass der 100. Wiederkehr des Kriegsausbruches von 1914 ist der Schwerpunkt des neuen Jahrbuchs zur Liberalismus-Forschung dem Thema „Europäischer Liberalismus und Erster Weltkrieg“ gewidmet: Führende Experten arbeiten die Haltung der Liberalen in Deutschland  und in der Donaumonarchie zum Krieg heraus, thematisierten werden zudem die Auswirkungen des Krieges auf das deutsche Wirtschaftssystem. Abgerundet wird das Schwerpunktthema durch zwei zusammenfassende Essays von Dominik Geppert und Jörn Leonhard.

Neun weitere Beiträge vervollständigen den 26. Jahrgang, den bisher umfangreichsten: unter anderem mit Würdigungen der vor 125 Jahren gegründeten Carl-Zeiss-Stiftung, des wiederzuentdeckenden großen liberalen Intellektuellen der Zwischenkriegszeit Moritz Julius Bonn sowie der frühneuzeitlichen „Teutschen Libertät“.