Repression in Äthiopien

Detmar Doering

Seit dem Sturz des kommunistischen Diktators Mengistu im Jahre 1991 gilt Äthiopien als ein relativ stabiles Land, dem sogar einige NEtwicklungschancen zugetraut werden. Dafür zahlt das Land einen hohen Preis. Die Menschenrechtslage ist schlimm, die Demokratie steht allenfalls auf dem  Papier und Oppositionelle werden gnadenlos verfolgt, schreibt Ben Rawlence hier auf Good Governance Africa.

Balance zwischen Ost und West – Serbien übernimmt den OSZE- Vorsitz 2015

Charles du Vinage

Für ein Jahr kann sich Serbiens Außenminister Ivica Dacic der internationalen Aufmerksamkeit der 57 Mitgliedsstaaten der OSZE sicher sein. Serbien übernimmt den Vorsitz des 1975 als Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) gegründeten Abstimmungsgremiums.

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Nordkorea: Nach Trauer nun Reform?

Dr. Lars-André Richter &  Rainer Rippe 

Vor drei Jahren starb Kim Jong Il. Vorbei ist damit die Trauerphase, die eine auch in Nordkorea verbreitete konfuzianische Sitte für Verstorbene vorsieht. Inzwischen hat dessen Sohn und Nachfolger Kim Jong Un eigene Akzente gesetzt: Trotz Abkühlung des Verhältnisses zu China reformiert er vorsichtig nach dessen Vorbild.

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Die Rente mit 63 …

Detmar Doering

… ist nicht nur ein demographisches Problem, das unsere Sozialsysteme sprengen könnte. Es schadet auch den selbständigen Unternehmen, wie die Familienunternehmer hier zeigen:

Senegal: Starke Gesetze für starke Bürger gebraucht

Mohamed Ngueye (Deutsche Fassung von Inge Herbert)

Die Whistleblower, wie Edward Snowden, haben weltweit für Schlagzeilen gesorgt und die Diskussion über das Recht auf Information der Bürger belebt. Auch im Senegal, wo jahrzehntelang Korruption, Nepotismus und Missmanagement in Politik und Verwaltung stillschweigend hingenommen wurden, taucht jetzt eine Generation von Menschen auf, die es nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren kann, diese Machenschaften weiterhin stillschweigend hinzunehmen.

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Südkorea: Schlechte Presse für die Presse

Lars-André Richter & Mira Krebs

Südkoreas Medien stecken in der Glaubwürdigkeitskrise: Im Frühjahr die Berichterstattung über das Unglück der Fähre Sewol, im Herbst die Diskussionen um die Textnachrichten-App KakaoTalk – beides hat viele Menschen an der Unabhängigkeit der Medien zweifeln lassen. Unsere Experten analysieren, was es mit der Verquickung von Politik, Wirtschaft und Medien auf sich hat. Sie zeigen, wie Medien Vertrauen zurückgewinnen können.

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Markt und Markt

Detmar Doering

Der markt ist beliebt, wenn es sich im den konkreten Markt auf dem marktplatz um die Ecke handelt. Der der abstrakt gedachte Markt als solcher scheint zunehmender Skepsis ausgesetzt zu sein. Dabei sei er, so schreibt Karen Horn hier in CapX, immer noch die am besten funktionierende Wirtschaftsordnung. Diese brauche ein starkes staatliches Gerüst im Sinne des Ordoliberalismus. Diese klare Einsicht leide zurzeit unter vielen falschen Freunden. Von Paul Krugman bis Sahra Wagenknecht bekennen sich heute viele Marktkitiker zu Erben des Ordoliberalismus, meinten aber eine Ordnung, die nicht den Markt stärkt, sondern zu Tode reguliert.