Deutschland und seine Schulden

Detmar Doering

In Sachen Schulden gilt Deutschland noch als so etwas wie eine Musterknabe. Dabei ist der Schuldenstand im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt durchaus bedrohlich. Heiko T. Burret, Lars Feld und Ekkehard A. Köhler sind der Sache einmal historisch auf den Grund gegangen. In dieser Studie untersuchen sie den deutschen Schuldenstaat für den Zeitraum 1850-2010. Eine echte “Nachhaltigkeit” kann man demnach Deutschland nur für die Zeit vor dem ErstenWeltkrieg attestieren. Die Schuldenlage heute birgt große Gefahren. Um ihr beizukommen, müsste die Schuldenbremse verschärft und um eine Reform der föderalen Finanzverfassung ergänzt werden.

Leben mit Piraten

Steffen Hentrich

Das als Buchpiraterie bezeichnete Verteilen von Büchern unter Umgehung des Urheberrechts lässt sich in den Weiten des Internets kaum verhindern. Immer wieder finden sich Mittel und Wege den Kopierschutz von gekauften Büchern zu entfernen und diese dann der wachsenden Leserschaft digitaler Bücher zur Verfügung zu stellen. Ein rechtliches Vorgehen gegen diese Praxis ist wenig erfolgsversprechend, auch vom Grundsatz her wird intensiv diskutiert, ob das Urheberrecht überhaupt das geeignete Instrument für eine angemessene Entlohnung von Autoren ist. Das bemerken inzwischen auch die Autoren selbst, wie ein Kommentar des amerikanischen Science-Fiction-Autor David Derrico über einen Artikel über Buchpiraterie beim eBook-Portal TeleRead zeigt:

Ich persönlich erleide wegen der Buchpiraterie keine schlaflosen Nächte – nicht nachdem ich meine Bücher ohne DRM (Anm. d. Ü.: Kopierschutz) zu niedrigen Preisen in möglichst vielen Formaten in allen möglichen weltweiten Vertriebskanälen anbiete (um es den Lesern so einfach wie möglich zu machen meine Bücher legal und ohne großen Aufwand zu erwerben). Heißt das ich mag die Piraterie? Nein. Aber ich halte es für sinnlos das Internet nach Torrent-Portalen zu durchforsten oder Zeit damit zu vergeuden sich über diese zu ärgern – es ist für Autoren wesentlich produktiver stattdessen an einem neuen Buch zu arbeiten.

Mehr Subsidiarität in Europa

Detmar Doering

Ein Europa, dass sich dem Subsidiaritätsprinzip und dem Wettbewerb verpflichtet – das ist die Vision, dem das von der Friedrich-Naumann-Stiftung veröffentlichten Manifest Für ein Europa der Freiheit und der Bürger, das von einer Arbeitsgruppe um Hermann-Otto Solms  erarbeitet wurde, verpflichtet ist. Hier stellt Solms die Thesen des Papiers vor:

Abenomics: Strohfeuer in Japan?

Detmar Doering

Die Regierung Abe hat einen radikalen Kurs in der Wirtschaftspolitik eingeschlagen: Massive Ausgabenerhöhungen, billiges Geld und ein Schuss Wirtschaftsnationalismus. Kurzfristig scheint diese oft “Abenomics” genannte Strategie Erfolge einzufahren. Langfristig, so Georg Erber von der Freien Universität Berlin bei der Ökonomenstimme, könnte sich das Ganze als Strohfeuer erweisen.

Die Stadt ist die Zukunft

Detmar Doering

Erstmals in der Menschheitsgeschichte leben mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Dies bedeutet eine Revolution in unserer Lebensweise. Städtisches Leben sei ein globaleres Leben, meint Gaja Vince auf BBC, in dem sich die Menschen sowohl biologisch als auch kulturell angleichen. Dass wir gleichzeitig in einer virtuellen Stadt zu leben beginnen, täte sein Übriges dazu.

Beendigung einer offenen Debatte

Steffen Hentrich

Beim Umweltbundesamt wird mit der Veröffentlichung der Broschüre Und sie erwärmt sich doch – Was steckt hinter der Debatte um den Klimawandel? eine wissenschaftliche Diskussion für beendet erklärt, die beispielsweise nach Ansicht des CERN-Forschers und Chefs des CLOUD-Experiemnts Jasper Kirby, gerade in ihre heiße Phase tritt, weil man eben erst dabei ist alle Bestimmungsfaktoren des Klimas zu verstehen. Dort hatte man nämlich die These des dänischen Physikers Henrik Svensmark bestätigen können, dass die kosmische Strahlung einen Einfluss auf die Wolkenbildung und damit auch auf das globale Klima haben kann. Nur will er, anders als die Beamten vom Umweltbundesamt, noch nichts abschließendes sagen, weil er es als Wissenschaftler noch nicht weiß, ob der kühlende Effekt der Wolkenbildung durch kosmische Strahlung klein oder groß ist.

Beim UBA weiß man das auch nicht, doch darum geht es in der Broschüre auch nicht. Man gibt vor abschließende Antworten geben zu können, um eine Debatte zu beenden, die drastischen klimapolitischen Maßnahmen mit inzwischen allseits bekannten unangenehmen Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft im Wege steht. Statt seine Aufgabe wahrzunehmen und die Bundesregierung wissenschaftlich zu beraten und die Bevölkerung über Umweltschutz zu informieren, maßt man sich Wissen an, um damit direkt Politik zu machen. Dabei schreckt das Amt auch nicht vor einer Diffamierung von sog. klimaskeptischen Journalisten zurück. Das Autorenteam Maxeiner und Miersch wird ebenso wie der Fernsehjournalist Günter Ederer dafür gebrandmarkt, die Bürger mit Beiträgen in die Irre zu führen, die Zweifel an der Orthodoxie der Klimawissenschaften wecken. Gleichermaßen wird das ebenso wenig originelle wie aussagekräftige Aufzählen von Finanzierungsquellen klimaskeptischer Institutionen als Kronzeuge für die Qualität von Argumenten bemüht. Dass die Steuerfinanzierung des UBA kein Garant für Objektivität ist und deshalb Argumente nicht nach dem Geldbeutel gewichtet werden können, kommt den Autoren der Broschüre offenbar nicht in den Sinn.

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Die Abenteuer des Jonathan Gullible – Kindle eBook

Steffen Hentrich

“Die Abenteuer des Jonathan Gullible – Eine marktwirtschaftliche Odyssee” gibt es seit geraumer Zeit direkt über die Internetseite des Buches bei der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit oder bei Feedbooks zum Gratis-Download. Jetzt können die Leser auch das Kindle eBook bei Amazon beziehen, wenn auch zum Mindestpreis von 89 Eurocent, wobei pro Buch 30 Eurocent Tantiemen direkt in den Haushalt der Stiftung fließen und dort helfen weitere Projekte für die Freiheit zu realisieren.