Von Kindern Ökonomie lernen

Detmar Doering

Kleine Ökonomen?

Von Kindern kann man viel lernen, was ökonomische Tugenden sind und welche Rolle richtige Anreize spielen. Das sagt die neue Verhaltensökonomie, wie der österreichische Ökonom Matthias Sutter in diesem Artikel für die Neue Zürcher Zeitung feststellt.

Eines der Resultate: Langfristdenken und Geduld werden schon im Kindesalter angelegt und sind ein Schlüssel zum späteren Erfolg im Leben.

Deutschlands Verantwortung für TTIP

Detmar Doering

Bei den Verhandlungen zum transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) kommt Deutschland innerhalb der EU ein besonderes Gewicht zu. Als Exportland müsste Deutschland diese Rolle eigentlich gerne und offensiv aufnehmen. Überraschenderweise, so meint Peter Sparding in diesem Paper für den German Marshall Fund, verlaufe aber die Diskussion im Lande ausgesprochen feindselig gegenüber dem Abkommen. Das berge Gefahren für die deutsche Politik und damit auch für die handels- und sicherheitspolitische Lage der EU. Die transatlantischen Beziehungen könnten schwer beschädigt werden. Die Politik, so Sparding, müsse mit einer transparenteren und offensiveren Strategie auf die Herausforderung antworten.

One Hundred Years of Hate Speech

Dr. Hans-Georg Fleck

In 2009, the HRANT DINK FOUNDATION (HDF) initiated the MEDIA WATCH ON HATE SPEECH in order to combat racism, discrimination and intolerance in Turkey. By working for a just media reporting, the acknowledgment of the responsibility of civil society is intended. In this sense, the HDF publishes periodical reports with the main objective to draw attention to racist and discriminatory language used in news articles and columns. Every report of MEDIA WATCH ON HATE SPEECH reflects how the political agenda of the day shapes the severity of hate speech content in Turkish media. The recent report addressed the considerable increase in the number of items consisting of hate speech compared to previous periods. Further-more, an emphasis is placed on the April 24th “Armenian Genocide Remembrance Day”.

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Ein neuer Präsident für Rumänien – Sieg der Zivilgesellschaft oder Marionette der alten Kräfte

Raimar Wagner & Daniel Kaddik

Nach einem harten Wahlkampf wird der deutschstämmige Klaus Johannis neuer Präsident Rumäniens. Während das Land noch den Sieg der Zivilgesellschaft feiert, besteht die Gefahr, dass die Wähler genau die Kräfte bestätigt haben, die sie loszuwerden suchten.

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Jihad-Frauen

Detmar Doering

Den ISIS-Jihadisten gelingt es in zunehmenden Maße, junge Frauen aus Europa als Jihadisten-Bräute für ihren Kampf zu gewinnen. Das sei, so Vivienne Walt in diesem Beitrag für Time, ein durchdachter Teil einer Strategie zum Aufbau einer fanatisierten und strikt organisierten Gesellschaft.

So rechnet sich das Internet grün

Steffen Hentrich

Nach und nach kündigen die Giganten der Internetwirtschaft an ihren Strom nur noch aus sogenannten erneuerbaren Energieträgern produzieren zu lassen. Google will Windstrom von der Nordseeküste kaufen, Amazon verkündet ebenfalls in Zukunft nur noch mit Grünstrom zu rechnen. Zu dumm, dass diese Rechnung nur aufgeht, wenn der Verbraucher und große Teile der Wirtschaft per EEG-Umlage dafür aufkommen, dass die plötzlich “ökologisch” agierenden Unternehmen lediglich den Börsenpreis für den Grünstrom zahlen brauchen. Es reicht nämlich nicht, sich lediglich mit billigem Wind- oder Solarstrom beliefern zu lassen, wenn dieser verfügbar ist und sich ansonsten aus dem allgemeinen Strommix einzudecken. Ehrliche Ökounternehmen würden auch die im Rahmen des EEG gezahlte Marktprämie übernehmen und sich mit Notstromaggregaten und Energiespeichern eindecken, die bei Flaute und Wolkenhimmel für eine unterbrechungsfreie Stromversorgung sorgen. Schuld an dieser Misere sind jedoch nicht Google und Co, denen macht es die Energiewendepolitik nur leichter sich in ein grünes Rampenlicht zu stellen. Das Problem sind nach wie vor die staatlichen Privilegieren für Grünstrom durch das EEG, die dafür sorgen, dass die wahren Kosten des Greenwashings nicht direkt beim Verbraucher ankommen.

Südasien – Neue Front des „Islamischen Staates“?

Dr. Ronald Meinardus

Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) kontrolliert weite Gebiete im Nordosten Syriens und im Irak. Der koordinierte Kampf gegen den „Islamischen Staat“ ist längst ein beherrschendes Thema der internationalen Politik. Bislang blieben die IS-Gewaltaktionen auf den arabischen Raum begrenzt. Doch es gibt Anzeichen, dass die Botschaften der Gewalt bei Islamisten in anderen Teilen der Welt auf positive Resonanz stoßen. Ins Blickfeld rücken die südasiatischen Staaten Pakistan, Indien und Bangladesch, wo rund eine halbe Milliarde Muslime leben – weitaus mehr als in den arabischen Staaten. Droht die Region Südasien eine neue Front des IS zu werden?

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